Nach Kerb gibt's endlich was aufs Dach

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So wird das Jugendzentrum künftig vom Festplatz zu sehen sein.

Groß-Zimmern (guf) ‐ Nachdem die Gemeindevertretung wie berichtet grünes Licht für die Aufstockung des Jugendzentrums gegeben hat, haben Verwaltung und Gemeindevorstand begonnen, den Parlamentsbeschluss umzusetzen.

Wie Bürgermeister Achim Grimm mitteilt, wurden für die ersten elf Gewerke (Rohbau-, Gerüst-, Holz- und Zimmerarbeiten, Fensterbau, Dacheindeckung, Tischler-, Schlosser-, Putz- und Trockenbauarbeiten sowie Estrich, Fliesen, Bodenbeläge) Angebote eingeholt und die Aufträge jetzt vergeben. Die Leistungen mit einer Angebotssumme von rund 340 000 Euro konnten im Rahmen des Vergabebeschleunigungsgesetzes freihändig vergeben werden.

Aufgrund der eingegangenen Angebote haben auch vier Handwerksbetriebe aus Groß-Zimmern einen Auftrag erhalten. Wie der Bürgermeister weiter bekannt gibt, ist mit dem Beginn der Bauarbeiten Anfang September zu rechnen, also gleich nach der Kerb.

Angebot der Kinder- und Jugendförderung bleibt erhalten

Änderungen zum Betrieb werden rechtzeitig im Lokal Anzeiger und auf der Internetseite der Kinder- und Jugendförderung bekannt gegeben.

Für Jugendpfleger Tom Hicking und sein Team heißt das jetzt nach Ausweichräumen zu suchen. Denn während der Bauphase kann das JuZ weder vom Personal noch von den Besuchern genutzt werden. Deshalb wurde bei verschiedenen Stellen nachgefragt, ob man vorübergehend dort Quartier beziehen könne. Dem Bürgermeister und dem Jugendpfleger wäre es am liebsten, wenn für die Übergangszeit Büro, Kurse, Schulungen und Veranstaltungen in einem Gebäude untergebracht werden könnten. Das scheint jedoch sehr schwierig.

Fest steht, dass das Angebot der Kinder- und Jugendförderung während der Bauarbeiten weitestgehend aufrecht erhalten werden soll.

Ohne Zuschüsse wäre das Projekt nicht machbar gewesen

Die Gesamtkosten der Baumaßnahme belaufen sich auf rund 468 000 Euro. Ohne die finanziellen Zuschüsse aus dem Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“ wäre auch auf lange Sicht dieses dringend notwendige Bauprojekt nicht durchführbar gewesen, so der Bürgermeister.

Von den Gesamtkosten tragen Bund und Länder rund 341 000 Euro. Bei der Gemeinde Groß-Zimmern verbleibt ein Eigenanteil von circa 127 000 Euro. Die Kinder- und Jugendförderung der Gemeinde beschäftigt zwei Jugendpfleger, eine Verwaltungsmitarbeiterin und einen Zivildienstleistenden. Rund 300 Kinder und Jugendliche nehmen wöchentlich die Angebote im Jugendzentrum an.

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