Im Rahmen der KKM-Feier wurden treue Mitglieder geehrt

Nachwuchs spielt dem Nikolaus ein Ständchen

Ein Ständchen für den Nikolaus spielte das Jugendorchester im Rahmen der Jahresabschlussfeier im Feuerwehrhaus.

Klein-Zimmern ‐ „Ich hoffe, dass der Nikolaus kommt. Ich habe das letzte mal um 16 Uhr mit ihm telefoniert“, sagt Stephan Saal, Vorstandsmitglied der Katholischen Kirchenmusik (KKM) Klein-Zimmern. Von Michael Just

Die Bedenken, dass man am Samstagabend zur Jahresabschlussfeier im Feuerwehrhaus ohne den Mann mit dem Rauschebart dastehen könnte, waren unbegründet: Kaum war die Feier, zu der auch Bürgermeister Achim Grimm vorbeischaute, eröffnet, stand Knecht Ruprecht schon im Türrahmen. Sein Interesse galt vor allem dem Jugendorchester und damit dem Hoffnungsträger des Vereins. Für alle Mitglieder gab es ein kleines Geschenk, damit sie auch weiterhin dem Musizieren treu bleiben. Das Jugendorchester bedankte sich im Gegenzug indem es die Weihnachtsfeier mit mehreren Stücken weihnachtlich umrahmte. Die Schülergruppe umfasst derzeit rund zehn Mitglieder und unterstützt das große Orchester je nach Können bei dessen Auftritten. So spielt die 13-jährige Felicitas Höptner bereits in beiden Gruppen. Seit einem Jahr steht das Jugendorchester mit Thomas Martin unter einer neuen Leitung. „Die Sache harmoniert, das funktioniert sehr gut“, zieht Jugendwart Ulrich Borbonus eine zufriedene Bilanz. Wie er ergänzt suche man stets neue Schüler, auch weil derzeit die Trompeten nicht besetzt sind.

„Das ist aber keine Schande“, führt Saal zu den „offenen Stellen“ an. Es sei nur unüblich, da die Trompete ein repräsentatives Instrument darstellt, das früher jeder lernen wollte. Hoffnungen setzen beide auf das neue Projekt die „Bläser-AG“. Dabei wirbt man mit einer Schulkooperation neuen Nachwuchs. Neben dem Jugendorchester und der Flötengruppe für die Jüngsten soll dies zukünftig das dritte Musikangebot für Kinder und Jugendliche im Ort sein. „Darüber hinaus bieten wir viel geselliges“, hebt Saal heraus. Grillfeste, Schlittschuhlaufen oder wie jetzt der Besuch von Weihnachtsmärkten seien ein wichtiger sozialer Bestandteil der Jugendarbeit.

In Bezug auf das große Orchester kann das Vorstandsmitglied ebenfalls ein positives Fazit unter das abgelaufene Jahr ziehen: „Zum klassischen Jahresprogramm hatten wir eine Vielzahl weiterer Auftritte gehabt“.

Unter anderem spielte man beim Umzug des lokalen Kindergartens oder beim Frühschoppen des Dieburger Schlossgartenfestes. In Dieburg wurde von 11 bis 16 Uhr über mehr als fünf Stunden musiziert, was einen der aufwendigsten Auftritte 2009 darstellte. Neu war auch das Stelldichein im Seniorenheim „Gersprenz“, das laut Saal besonders viel Spaß machte: „Der Auftritt hat sich ohne große Mühe realisieren lassen. Dazu hat man gemerkt, dass die Bewohner unsere Musik hören wollen.“ Jetzt freue man sich auf das Adventsblasen am 20. Dezember, außerdem liefen bereits die ersten Proben für das Frühjahrskonzert.

Zur Jahresabschlussfeier, die durch den Termin am Nikolausabend nur eine überschaubare Zahl an Mitgliedern anzog, gehörte auch ein gemeinsames Essen und die Ehrung langjähriger Mitglieder. Die Auszeichnungen wurden von Vorstandsmitglied Norbert Schneider vorgenommen. Den Aktiven übermittelte Hubert Will in Vertretung des Diözesanverbandes beziehungsweise des BDMV einen besonderen Dank.

25 Jahre aktiv bei der KKM ist Hemma Kostrzewa, Christiane Gerhard spielt seit 15 Jahren. Seit 25 Jahren unterstützen Klaus Becker und Thomas Borger passiv die Musiker. Mit dem Dieburger Klaus Becker hat die KKM nicht nur ein finanziell förderndes Mitglied, sondern auch einen Wegbereiter in die Nachbarstadt, der schon zahlreiche Auftritte beim großen Karnevalverein vermittelte.

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