Gute Kooperation von Gesamtschule und Arbeiter-Samariter-Bund

ASS mit neuem Ganztagskonzept

Hausaufgabenbetreuung mit Maskottchen „Albert“.   J Foto: p

Groß-Zimmern - Das neue Ganztagskonzept des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) an der Albert-Schweitzer-Schule (ASS) feiert Erfolge. Im Offenen Jugendtreff der Gesamtschule tobt der Bär.

Seit der Umstellung des Betreuungskonzeptes haben ungefähr die Hälfte der fast 800 Schüler den Treff besucht.

Der Arbeiter-Samariter-Bund hat vor zwei Jahren die Trägerschaft der Ganztagsangebote an der ASS übernommen und ein Jahr lang das bestehende Konzept weiter geführt. Aufgrund positiver Erfahrungen im Sekundarbereich an anderen Schulen entstand der Wunsch, auch den Jugendlichen der ASS ein ihrem Alter und Entwicklungsstand angepasstes Betreuungsangebot zu machen. Mit Unterstützung der Schulleitung ist es gelungen, den Ganztagsangeboten eine neue Richtung zu geben.

Die Weiterentwicklung der Konzepte geschieht in enger Zusammenarbeit mit Schulleitung, Schulsozialarbeit, der Kinder- und Jugendförderung Groß-Zimmern und allen anderen Kooperationspartnern.

Täglich treffen sich zwischen 50 und 85 Schüler von 12.30 bis 15.45 Uhr (freitags bis 15 Uhr) zum Chillen, Spielen, Lesen oder Musik hören. Angemeldet wird per Touch-Screen auf einem Terminal, den der Arbeitspädagoge und Schulsozialarbeiter Stefan Ehrenstamm am Flughafen Frankfurt erstanden hat.

Air-Hockey, Dart, Box-Sack, Gesellschafsspiele, eine Sofa-Ecke, Musik und Lesematerial von Bravo bis Brockhaus. Tischtennis, Playstation mit zahlreichen Bewegungsspielen und vieles mehr stehen den Schülern zur Verfügung. An der Bar wird bei Wasser oder Saft über neueste Apps, Spiele, Filme, Lehrerund mehr diskutiert und hin und wieder auch Rat geholt bei Stefan und seiner Kollegin.

Außerdem bietet der Offene Treff Schülern der neunten und zehnten Klasse an, als „Teamer“ im Offenen Treff sowie bei der Planung und Durchführung von Projekten mit zu wirken. So werden Jugendliche zugleich in der Förderung ihrer Sozialkompetenzen gestützt, Schlüsselqualifikationen und Selbständigkeit werden gefördert. Bei erfolgreicher Teilnahme erhalten die jungen Helfer eine Urkunde für soziales Engagement und einen Vermerk im Abschlusszeugnis. Zurzeit unterstützen zwei Teamer pro Tag den Offenen Treff. Geplant sind unter anderem ein „Fifa 13 Playstation-Turnier“ und ein Tanzduell.

Ehrenstamm: „Wir legen großen Wert darauf, bei der Planung und Durchführung von neuen Angeboten und Projekten, die Schüler mit einzubeziehen. In kurzer Zeit erreichten wir mit dieser Vorgehensweise, dass viele von: ‘unser Offener Treff’ reden.Pläne für die Zukunft

Geplant sind für die nächste Zeit Film- und Bastelprojekte, bauen einer Indoor-Boule-Bahn, farbliche Gestaltung der Wände des Offenen Treffs mit Graffiti. Weiter voran treiben will man auch die Kooperation zwischen der Kinder- und Jugendförderung Groß-Zimmern und dem ASB bei den Ferienspielen im Sommer.

Auch die Hausaufgabenbetreuung hat eine neue Form erhalten: In Kleingruppen von acht bis zehn Schülern und kostenlos erledigen 77 Kinder täglich in neun Gruppen die Hausgaben. Der Zulauf ist immens, auf der Warteliste stehen über 20 Bewerber. Drei Schülerbetreuerinnen arbeiten eng mit der Schulleitung, dem Lehrerkollegium, den Eltern und den Kollegen des Offenen Treffs zusammen. „Es ist ein schönes Gefühl, wenn die Jugendlichen stolz ihre guten Noten präsentieren oder sogar die schlechteren uns anvertrauen“, so Ehrenstamm. Auch in der Hausaufgabenbetreuung wird Beziehungsarbeit geleistet und damit die Grundlage geschaffen für ein wohlwollendes Miteinander.

Viel Freude haben die Schüler mit ihrem Neuzugang, dem sechs Monate alten Chamäleonmännchen „Albert“. Es wurde von den Kindern zum Maskottchen gekürt und ist der Liebling aller. Die Schüler hegen und pflegen Albert und übernehmen Verantwortung. Gesponsert wurde die Anschaffung von der Zoohandlung Groß-Zimmern sowie der Kinder- und Jugendförderung. „Ein großes Dankeschön an dieser Stelle!“, so Ehrenstamm.

Eine Befragung hat ergeben, dass vor allem ein zweiter Betreuungsraum benötigt wird. Das Bedürfnis, sich in einer ruhigeren Atmosphäre zu begegnen, ist in der jetzigen Raumsituation kaum möglich. Schulleiter Helmut Buch versichert: „Im Rahmen der Grundsanierung, werden wir diesem Bedarf entsprechen können.“ J guf

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