Neuer Band zeigt Zimmern in Bildern

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Manfred Göbel (rechts) und Thomas Beutel bitten um Mithilfe für den zweiten Bildband über Groß-Zimmern.

Groß-Zimmern (bea) ‐ „Es gibt einen Riesenbestand an Fotos über Zimmern“, sagt Manfred Göbel, der Vorsitzende des Glöckelchenvereins, „bei manchen Themen wird eher die Auswahl das Problem sein“. Zur Eröffnung der Fotosuche für einen neuen Bildband, der den Zeitraum von 1945 bis 1980 beleuchten soll, haben Göbel und der Vorsitzende des Kerbvereins Thomas Beutel am Donnerstag ins Mehrgenerationenhaus (MGH) geladen.

Einen Briefumschlag hält Göbel in der Hand, darin fünf Aufnahmen, die eine Bürgerin gebracht hat. Sie ist allerdings die einzige, die an diesem Nachmittag vorbeischaut. „Aus der Nachkriegszeit haben wir kaum Fotos“, sagt Göbel und erinnert sich an ein Bild von zwei Amerikanern auf der Wilhelm-Leuschner-Straße. Es werde wohl auch nicht viel Material aus dieser Zeit geben, denn „die Leute hatten damals anderes zu tun, als zum Fotoapparat zu greifen“ und längst nicht jeder besaß einen. Auch von den Heimatvertriebenen, die sich in Zimmern angesiedelt haben, fehlen Aufnahmen.

Interessant für den zweiten Band, der ebenso wie der erste im Sutton-Verlag erscheinen soll, ist auch die Gemeindeentwicklung, beginnend in den fünfziger Jahren. Damals entstand „Schlackenhausen“, in den Sechzigern dann die „Waldstraße“ und in den Siebzigern der Nordring.

Weiterhin auf der Suche nach „Bild-Schätzen“

Wer noch Fotoschätze aus der Zeit von 1945 bis 1980 im Album oder im Zigarrenkästchen hat, der kann diese an Werktagen von 15 bis 18 Uhr im MGH abgeben oder sich bei Manfred Göbel,  44447, oder Thomas Beutel,  0171/ 7004541, melden.

Göbel und Beutel sind aber auch auf der Suche nach Fotos von Ortskernsanierung, Bahnhofsabriss oder vom Aufbau sozialer Einrichtungen wie dem Neubau der Kindergärten, von der Erweiterung der Friedensschule, vom Neubau der Albert-Schweitzer-Schule, des Hallenbads sowie der kirchlichen Gemeindehäuser.

Beutel: „Nehmen auch ganze Fotoalben entgegen“

Auch das Gewerbe ist im Archivbestand kaum vorhanden. Bilder von Vereinen gibt es zwar zahlreiche im Archiv des Kerb- und Glöckelchenvereins, trotzdem nehmen die beiden Fotosammler gerne neue Schätze auf. Wobei natürlich nicht alle Fotos auch im Bildband abgedruckt werden können, der Ende November erscheinen soll. „Wir werden alle Fotos in einer Ausstellung zeigen, die parallel zum Adventsmarkt im Glöckelchen stattfinden wird“, verspricht Göbel. Die Originale erhalten die Besitzer selbstverständlich zurück. Nachdem der Kerbverein technisch aufgerüstet hat, können Bilder nun gut eingescannt werden. „Wir nehmen auch ganze Fotoalben entgegen“, sagt Beutel.

Eine Anmerkung haben die beiden noch am Rande, Klein-Zimmern wollen sie für dieses Buch außen vor lassen. „Ich könnte mir gut vorstellen, dass die Klein-Zimmerner einen eigenen Bildband erstellen“, meint Göbel. „Interessant wäre das allemal mit der landwirtschaftlichen Struktur und der langen Dominanz des Sankt-Josephs-Hauses“.

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