Bei neun Schlägereien im Einsatz

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Wahrnehmbare Präsenz zeigten die Ordnungshüter auch beim Kerbumzug.

Groß-Zimmern - (guf) Sehr viel war am Wochenende nicht nur in Zimmern, sondern im gesamten Ostkreis los. Kurz gefasst bilanzieren Dieburgs Ordnungshüter die besondere Einsatzlage als „friedlich, einiges Bedenkliches, disziplinierte Autofahrer“.

Die Zimmerner Kerb, das Doaschte-Fest in Münster und die Schaafheimer Kerb waren neben der Alttagsarbeit im Blickpunkt.

Wahrnehmbare Präsenz durch Fußstreifen, Streifenfahrten und Verkehrskontrollen sowie schnelles Einschreiten, wo immer es erforderlich war, standen dabei im Maßnahmenkatalog“, berichtet PolizeipressesprecherKarl Kärchner. „Damit war sichergestellt, dass die fröhliche Ausgelassenheit kaum beeinträchtigt wurde.“

Von Freitag bis Montag überprüften die Beamten bei Standkontrollen auf den Zimmerner Zufahrtsstraßen insgesamt 89 Fahrzeuglenker. Lediglich zwei mussten sich wegen des Verdachts der Trunkenheit eine Blutentnahme gefallen lassen. Deren Führerscheine wurden sichergestellt. Glück hatten drei offenbar nicht mehr ganz so nüchterne Fahrer, die noch vor dem Start rechtzeitig von der Polizei gestoppt wurden. Ihre Fahrzeugschlüssel wurden sichergestellt. Vier angezeigte Ruhestörungen machten ebenfalls polizeiliche Maßnahmen notwendig.

Bedenklich war die hohe Zahl an gemeldeten Schlägereien. Neunmal mussten die Einsatzkräfte die tätlichen Auseinandersetzungen beenden, schlichten, aber auch Strafverfolgungsmaßnahmen einleiten. Sieben Anzeigen wegen Körperverletzungen wurden der Dezentralen Ermittlungsgruppe zur weiteren Bearbeitung übergeben. Bei diesen Auseinandersetzungen war immer Alkohol im Spiel. Ein alkoholisierter 29-Jähriger störte eine Kontrolle und erhielt einen Platzverweis. Diesem kam er jedoch nicht nach, so dass ihn die Beamten zur Ausnüchterung in polizeiliche Obhut nehmen mussten.

Frauen gegen Männer

Was am frühen Sonntag zunächst als „Massenschlägerei zwischen Damen“ vor einem Lokal in der Kirchstraße der Polizei gemeldet wurde, entpuppte sich schließlich als handfester weiblicher Angriff auf mehrere Männer. Die Herren - so hörten es die Ordnungshüter - wollten nichts unternehmen, weil man(n) keine Frau schlägt. Die zunächst unübersichtliche Lage, die sich gegen 4.30 Uhr für die Besatzungen von drei Streifenwagen stellte, gewann mit zunehmender Befragung des Publikums an Konturen. Zwei etwa 25-jährige Frauen, die in Begleitung eines Mannes waren, zeigten sich gegenüber einem Mitarbeiter des Lokals als angriffslustig. Dabei sei es um das Pfand für Gläser gegangen. Während eines Disputes der Beteiligten seien die Frauen „total ausgeflippt“ und hätten wild um sich geschlagen. Die Folge: Leichte Augenverletzungen eines Mitarbeiters durch umherfliegende Glassplitter. Einem Zweiten wurde der Hemdknopf abgerissen. Beide Geschädigten verzichteten jedoch auf einen Strafantrag.

Eine nicht bekannte Anzahl weiterer Männer wurde ebenfalls von den beiden Frauen attackiert, ohne dass es zu Verletzungen oder Beschädigungen kam. Dabei gab es keine Gegenwehr der Angegriffenen. Einem gelang es schließlich, die Frauen nach draußen zu bewegen. Zusammen mit ihrer Begleitung suchten die zwei Damen das Weite. Die Fahndung der Polizei brachte bisher keine Erkenntnisse zu der Identität. Eine Frau trug ein weißes Kleid mit weißen Stiefeln, die zweite Jeans und dunkle Jacke, der Mann eine Weste mit weißem Hemd, Krawatte und dunklen Hut. Hinweise werden an die Polizei in Dieburg erbeten , Tel: 96560.

Diebstahl verhindert

Am Mittwoch wurde ein 19-Jähriger auf frischer Tat ertappt. Nach dem Hinweis einer Zeugin wurde der Ober-Ramstädter am frühen Morgen festgenommen, weil er kurz nach 3 Uhr offenbar damit beschäftigt war, in der Angelgartenstraße einen Roller zu stehlen. Er machte sich mit einem Schraubendreher an der Lenkradsäulenverkleidung zu schaffen. Der Ober-Ramstädter stand erheblich unter Alkoholeinwirkung und musste sich eine Blutentnahme gefallen lassen. Er ist polizeibekannt und war schon mehrmals wegen Eigentumsdelikten auffällig. Die Ermittlungen dauern an.

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