„Nicht den anderen verbiegen“

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Gaben sich vor 50 Jahren das Ja-Wort: Heinz und Hedwig Held feiern morgen ihre Goldene Hochzeit im großen Freundeskreis.

Groß-Zimmern (ula) ‐ Jung gefreit, nie gereut…diese Volksweisheit haben sich Hedwig und Heinz Held zu Herzen genommen - Sprichwörtlich. Am morgigen Freitag, 8. Januar, ist das Paar genau 50 Jahre verheiratet. Die Goldene Hochzeit wollen beide im Kreis von Freunden, Bekannten und Verwandten feiern – über 80 Gäste kommen da schon zusammen.

Denn die Helds sind nicht nur Familienmenschen und reisen gerne, auch im Vereinsleben sind sie rührig. Heinz Held hält seinem Posaunenchor in Urberach seit Jahrzehnten die Treue (41 Jahre lang war er sogar Chorleiter), Ehefrau Hedwig ist beim TV Groß-Zimmern bei Yoga und Turnen aktiv.

Und im Hallenbad sind sie Dauergäste. Der Sport führte das Jubeljahr vor Jahrzehnten in Münster zusammen. Bei einem Sportfest war der Zimmerner Leichtathlet Heinz mit am Start. „Meine Cousine kam damals und erzählte: da sind so schöne Männer dabei“, erinnert sich Hedwig Held, geborene Kreher, die dem Aufruf folgte. Schnell entflammt, scheute ihr Kavalier später auch die Radtour nach Urberach nicht, wo die Angebetete wohnte. „Ich bin aber langsam gefahren, denn ich wollte nicht so verschwitzt ankommen“, schmunzelt er. Heinz Held, von Beruf Rechtspfleger bei verschiedenen Amtsgerichten, nahm seine junge Frau mit in seine Heimatstadt. Zwei Töchter krönten die Ehe, heute wirbeln vier Enkel durch das Haus in der Wilhelm-Liebknecht-Straße.

Zweimal im Monat scharen sich Familie und Freunde im Esszimmer: Denn dann haben Hedwig und Heinz ein weiteres gemeinsames Hobby gepflegt: Pizza backen.

Ein Patentrezept für eine lange Ehe habe ich allerdings nicht“, so Heinz Held, für vier Kilo Pizzateig verantwortlich. „Man darf den anderen nicht verbiegen, sondern muss ihn nehmen wie er ist“, weiß seine Frau, die den Rohteig mit deftigen Zutaten belegt.

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