Nicht zum halben Preis

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Die spitzwinklige Fläche des ehemaligen Regenüberlaufbeckens „Rüb-West“, gegenüber dem Bauhof und der Firma Union Pack gelegen, war wiederholt Thema in den politischen Gremien.

Groß-Zimmern ‐ Wieder einmal steht das Gemeindegrundstück in der Justus-Liebig-Straße auf der Tagesordnung im Planungs- und Umweltausschuss (PU). Von Gudrun Fritsch

Die spitzwinklige Fläche des ehemaligen Regenüberlaufbeckens „Rüb-West“, gegenüber dem Bauhof und der Firma Union Pack gelegen, war wiederholt Thema in den politischen Gremien. 2001 wollten die Zimmerner Vereine das Gelände für ihr geplantes Zeughaus nutzen. Das entsteht nun hinter der Rad- und Rollsporthalle.

Wegen des hier befindlichen Kanalsammlers dürfe das „Rüb-West“-Gelände nur begrenzt bebaut werden, erklärte Bürgermeister Achim Grimm seinerzeit. Außerdem gebe es noch andere Interessenten für das Grundstück und der schräg gegenüber liegende Bauhof benötige zusätzliche Lagerfläche.

Verfüllung abgeschlossen

Die notwendige Verfüllung des ehemaligen Wassergrabens ist inzwischen abgeschlossen. Das „RÜB-West“ kann nach Auskunft des Ingenieurbüros Reitzel nur mit knapp 800 Quadratmetern überbaut werden. Jetzt hat die angrenzende Firma Unterleider Interesse am Kauf des Grundstückes bekundet. Das vorhandene Betriebsgelände des Bauunternehmens reicht nicht mehr aus, so dass die Inhaber eine zusätzliche Fläche von 3 300 Quadratmetern ankaufen möchten.

Der Firma Union Pack wurde inzwischen gestattet, einen Teil des Grundstückes straßentechnisch auszubauen, um mit großen Fahrzeugen wenden zu können. Dieser Bereich wäre durch den Verkauf nicht betroffen.

Interessent will die Hälfte zahlen

Durch die auf dem Grundstück liegenden Kanäle sei das Gelände zwar nur eingeschränkt bebaubar, aber man wolle es nur als Lagerplatz nutzen. Deshalb hat der Interessent einen Kaufpreis von 35 Euro pro Quadratmeter vorgeschlagen, die Hälfte des Mindestpreises für Gewerbegelände in der Röntgenstraße.

Der gleiche Kaufpreis könnte auch für das Grundstück in der Waldstraße berechnet werden, das die Firma Stefan Pullmann als Erweiterungsfläche erwerben will. In den Kaufverträgen sollte für den Fall der Bebauung ein Aufpreis festgehalten werden.

Zu dem Beschlussvorschlag des Bauamtes hat der kürzlich aus der CDU ausgetretene Gemeindevertreter Janek Gola bereits einen Änderungsantrag gestellt. Er ist der Meinung, das 4 800 Quadratmeter große Grundstück sollte nur als Ganzes für mindestens 70 Euro pro Quadratmeter ausgeschrieben werden.

Unter anderem hierüber wird der PU am Montag ab 20 Uhr im Rathaus beraten.

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