Nicht ohne mein Schminktäschchen

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Ein buntes Bühnenoutfit zeichnete das Musical School-Rock-Fun an der Albert-Schweitzer-Schule aus.

Groß-Zimmern - Ein dreiviertel Jahr lang haben 17 Schülerinnen und zwei Schüler der Albert-Schweitzer-Schule (ASS) mit der Chorgemeinschaft ein Musical geprobt und das Ergebnis konnte sich am Sonntag wirklich sehen lassen. Von Ulrike Bernauer

Jenny, Penny, Sandy (JPS) langweilen sich. Im hinterletzten Kaff des Odenwalds sind sie gelandet und das ist so gar nicht ihre Welt.

Da nur zwei Jungen mitsangen, wurden einige „Hosenrollen“ auch von Mädchen übernommen.  

Mit ihrem schrillen Outfit, sie sind ausgesprochen bunt gekleidet und tragen neonfarbene Perücken, stechen die drei den Besuchern des Musicals „School – Rock –Fun“ als erstes ins Auge. Um die Hauptpersonen handelt es sich dennoch nicht bei dem ersten Auftritt der Musical AG der ASS.

Mutig und selbstsicher singen viele Solisten, etwa in den Hauptrollen Tim (Simon Wilk) und Sarah (Vanessa Braun), aber auch der zweistimmige Backgroundchor kann sich hören lassen. Da so wenig Jungen mitspielen und singen haben einige der Mädchen eine „Hosenrolle“ übernommen. Die Handlung haben die „SingstArSS“ - von der sechsten bis zur zehnten Klasse ist jeder Jahrgang der ASS vertreten - zusammen mit Ralph Scheiner, dem musikalisch Verantwortlichen, zum Teil selbst geschrieben.

In der Pampa treffen die Mädchenband „Sweet Voices“ und die Jungenband „Rockstars“ aufeinander. Ihre Beziehung ist zunächst von großer Rivalität geprägt. Aber die beiden Frontleute, Tim und Sarah, verlieben sich ineinander und bringen zuletzt nach etlichen Wirren und Liebeshändeln beide Gruppen zusammen und gewinnen vereint sogar einen Songwettbewerb.

„Einzelne Szenen haben wir selbst geschrieben“

Gewürzt sind die mal witzigen, mal romantischen oder auch rasanten Spielszenen mit viel Musik. Aus bekannten Musicals wurden Stücke ausgesucht, so wird beispielsweise von ABBA der Titel „Mama Mia“ gesungen. Viele Stücke wie „We’ll all in this together“ entstammen dem High-School-Musical.

Scheiner, der auch erfolgreich mit der „Musicalfactory“ arbeitet, freute sich über die gute Zusammenarbeit mit den Jugendlichen.

„Einzelne Szenen haben sie selbst geschrieben und am Schluss wurde auch an den Wochenenden mit viel Disziplin und Spaß gearbeitet.“ Der Spaß kommt auch bei den rund 170 Zuschauern an. Immer wieder brechen sie in Lachen aus, wenn etwa die Mädchen stöhnen „nicht ohne meinen Nagellack!“

Zufrieden zeigte sich auch die Chorgemeinschaft, die die Musical-AG ins Leben gerufen hat. Langfristiges Ziel der Sängergemeinschaft ist es, wieder einen Jugendchor im Verein ins Leben zu rufen. Neben dem erfahrenen Chorleiter, der sich auf die Arbeit mit Jugendlichen spezialisiert hat, wurde auch Aileen Henrich von der Theater-AG der ASS ins Boot geholt. Die Zuschauer fanden die Zusammenarbeit ausgesprochen geglückt und so durften die jungen Darsteller und Sänger auch erst nach einer Zugabe von der Bühne.

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