Nichts ist ohne Nutzen

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Gar nicht so einfach, die Gegenstände auf der Suchliste zu finden. Aber letztendlich sind alle Ferienspielkinder erfolgreich.

Groß-Zimmern - „Das haben wir gut gemacht“, loben sich die Ferienspielkinder am Freitagmittag im großen Kreis selber. Den Lehmofen auf dem Waldschulgelände haben sie fertig gebaut, lediglich ein paar Ziegel fehlen noch am Dach. Von Ulrike Bernauer 

Trotzdem gibt es eine Rakete für den Ofen, der jetzt allerdings noch eine Weile ruhen muss, bevor er dass erste Mal befeuert werden kann. Zur Einweihung am 1. Oktober sind alle Kinder von den Waldschulmitarbeitern herzlich eingeladen. Bevor die Ferienspiele im Wald endgültig vorbei sind, können die Kinder noch zeigen, was sie in dieser Woche alles gelernt haben. Mit einer Sachensuchliste ziehen sie in den Forst. Erst wenn sie alle Dinge gefunden haben, die darauf verzeichnet sind, dürfen sie auf die große Schatzsuche mit GPS gehen, auf die alle scharf sind.

Manche Gegenstände auf der Liste sind leicht zu finden, ein Rindenstück oder drei verschiedene Blätter, ein kleines Stück Moos oder Abfall haben die Kinder der Gruppe „Forstsmileys“ schnell gefunden. Schwieriger ist es mit zwei unterschiedlichen Tierspuren. Schließlich müssen die mitgenommen und vorgezeigt werden. Einen Falterflügel präsentieren Justin, Ritchie und die anderen der Gruppe Waldpädagogin Claudia Wiedling. Einen Zapfen, der angeknabbert ist, haben sie auch noch gefunden. „Das war ein Eichhörnchen“, erklärt Ritchie überzeugend und ergänzt: „Eine Maus würde viel ordentlicher knabbern.“

Auf zur Schatzsuche

An einer Aufgabe beißen sich erstmal alle vier Gruppen die Zähne aus. „Etwas Natürliches, das ohne Nutzen in der Natur ist“, sollen die Kinder finden. Bei einem Stein landen erst mal alle vier Gruppen, um dann nach langem Überlegen auf die Idee zu kommen, dass es nichts Natürliches gibt, das ohne Nutzen ist.

Alle Probleme sind gelöst und so können die „blauen Waldgeister“ ihr GPS-Gerät in Empfang nehmen und zur Schatzsuche ziehen. Der elfjährige Patrick ist sonst selten im Wald, aber er findet diese Ferienspiele toll. Genauso wie Daliah (7), die bei der Sachensuchliste eine angeknabberte Kirsche gefunden hat. Jetzt suchen die Kinder mit dem GPS-Gerät den Schatz, der in einer durchsichtigen Dose verborgen ist.

Punktgenau führt sie das Gerät zu einer Stelle im Wald. Die Wege durften sie nach Anweisung von Wiedling nicht verlassen, erst als sie ihrem Ziel schon ganz nah sind. Im Umkreis von zehn bis 15 Metern an dem Zielort, den das Gerät anzeigt, ist der Schatz versteckt.

Strahlende Gesichter gibt es, als einer der Waldgeister ruft: „hier ist es!“ Einen Code, der noch entschlüsselt werden muss, enthält die Box, aber auch einige Süßigkeiten, die den Rückweg verschönen.

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