Nikolausreise durch Amerika

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Rund 100 Akteure begeisterten die etwa 600 Gäste in der Georgi-Reitzel-Halle.

Groß-Zimmern (ula) ‐ Inmitten der Georgi-Reitzel-Halle wurde am Wochenende ein Feuerwerk gezündet. Rund 100 Kinder und Jugendliche des Turnvereins Groß-Zimmern boten bei der musikalischen Turn- und Tanzshow ein über zweistündiges fulminantes Spektakel.

Unter dem zunächst bescheiden klingenden Titel „Der Nikolaus reist durch Amerika“ boten Turnmädchen und Tänzer, Gymnasten, Handballer, Rope-Skipper und der singende und swingende Nikolaus eine Show der Superlative. Bei der traditionellen Weihnachtsfeier des größten Vereins in Zimmern brachen die „Macher“ des Märchens diesmal mit alten Mustern. Statt des klassischen Weihnachtsmusicals, das hier seit Jahrzehnten inszeniert wird, wurde den Sportlern mehr Raum geboten, um ihr Können zu zeigen. „Wir wollten einmal etwas anderes bieten“, so Sonja Roskosch und Elfriede Burger, Hauptverantwortliche der Veranstaltung. Und diese Rechnung ging auf: Besonders am Montag, als Schulklassen und Kindergärten zwei weitere Aufführungen begeistert miterlebten, wurden selbst die Kleinsten ganz groß gefeiert.

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Weihnachtsfeier wie in Las Vegas

Am dritten Adventssonntag, der Premiere dieser spektakulären Nikolausreise, sorgten über 600 Gäste für ungewohntes Gedränge in der Halle. Während Trainer und Helfer vor Lampenfieber viel Schweiß vergossen, lief die Bühnenshow ohne Patzer und Pannen. Professionelle Licht und Musikeffekte rundeten die Darbietungen ab, die sage und schreibe 20 Programmpunkte umfasste, bis sich die Tore der Geräteräume öffneten, um die vielen TV-Kinder zu bescheren.

Neu im Programm: die Garde-Abteilung

Über 1 000 jungen Leuten bietet der TV eine sportliche Heimat – bereits ab Pampersalter. Das Gros des Nachwuchs, rund 800 Sportler, sind unter vierzehn Jahren alt. „Unser Vereinsziel ist hauptsächlich die Kinder- und Jugendarbeit zu fördern“, gab der TV-Vorsitzende Michael Coors bei seiner Begrüßung die Parole aus.

Das Weihnachtsmärchen in neuer Form bestach auch als Streifzug durch zahlreiche Abteilungen, in denen engagierte Kinder- und Jugendarbeit betrieben wird. Die rhythmischen Gymnasten und Tänzerinnen Elfriede Burgers sowie die Turnmädchen Sonja Roskoschs sind seit vielen Jahren mit von Partie. Neu im Programm war die Garde, junge Frauen die mit viel Elastizität und Beinarbeit begeisterten. Auch die Handballabteilung feierte ihre Premiere auf der Bühne. Unter den Fittichen von Trainerin Valentina Weyrauch reiften die Jugendlichen zu charmanten Tänzern und sorgten für Begeisterung.

Streifzug durch Mexiko und Kuba

Echte Showtalente: die „Kinderstube der Gemeinde“.

Als Las Vegas Stars wirbelten die Gerätturnerinnen, die „bunten Sterne“ mit vielen akrobatischen Elementen anschließend über die Bühnenbretter. Die rythmischen Sportgymnasten von Gina Rodrigez bestachen mit Seilen, Keulen und Reifen und demonstrierten gleichzeitig die positive Entwicklung dieser jungen sportlichen Sparte im TV. Brandneu im Programm des Vereins hat sich auch das Gerätturnen für Jungen etabliert: Sabine Mestekemper und Sabine Ullrich präsentierten mit ihren „Cowboys“ munter, was das starke Geschlechte an Reck und auf dem Boden „drauf“ hat. Karina Gruber machte das Gespann der Übungsleiter komplett, das über Wochen und Monaten mit viel Herzblut an der Ausarbeitung dieser Darbietungen feilte.

Animation auf amerikanisch: Die Cheerleader vom TV-Groß-Zimmern.

Inhaltlich bot die Amerikareise einen Streifzug von Mexiko und Kuba, bis New York und den hohen Norden, wo wilde Indianerhorden das Regiment führten. Zwischen Marterpfählen und Riesenkakteen wirbelten Cheerleaders und Micky Mäuse, Pinguine, Barbiepüppchen und Aztekten in aufwendigen Kostümen über die Bühne. Gefeiert wurde auch Überraschungsgast David Jones, der mit stimmungsvollen Liedern den Zauber des Weihnachtsfests herein trug. Im turbulenten Rollenwechsel vom Tänzer, Moderator, Rockstar und Nikolaus brillierte Dennis Sommer: Mit seiner wandelfähigen Figur wurden die vielen Szenen zu einer durchgängigen Show verwoben. Zu guter Letzt stand für das Publikum fest, dass TV-Chef Michael Coors mit seiner Ankündigung nicht übertrieben hatte: „Wir sind die Kinderstube der Gemeinde.“

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