Im Notfall soll ein Bypass helfen

Schwierig ist das Linksabbiegen nicht nur von der Dieburger Straße (rechts) in die Bertha-von-Suttner-Straße (L 3114), sondern auch umgekehrt. Um den Verkehrsknoten zu entspannen will die Gemeinde hier einen Kreisel bauen. Auf dem offenen Dreieck soll eine Bushaltestellen mit Wartehäuschen entstehen. Foto: Fritsch

Groß-Zimmern - (guf) „Bedingt durch den lang anhaltenden Winter konnte in diesem Jahr erst verspätet mit den Straßenbauarbeiten begonnen werden“, berichtete Bürgermeister Achim Grimm dem Gemeindeparlament am Dienstag. Begonnen wurde mit den Arbeiten in der Lebrechtstraße, wo derzeit vom Zweckverband Gruppenwasserwerk Versorgungsleitungen verlegt werden.

Anschließend sind die Auswechslung des schadhaften Kanals und der Endausbau für 2010 geplant.

Nach Verhandlungen mit dem Amt für Straßen- und Verkehrswesen (ASV) sei nun auch wieder Bewegung in die Planung für einen Kreisverkehrsplatz gekommen, der im Eingangsbereich von Groß-Zimmern aus Richtung Dieburg kommend entstehen soll. Besonders in Stoßzeiten ist das Einbiegen in die vorfahrtsberechtigte Landesstraße schwierig, für Linksabbieger bieten sich zudem in Richtung Ortskern kaum Alternativen. Mit dem Verkehrs-Engpass befasst sich der Gemeindevorstand seit einigen Jahren. Bereits 2007 wurde ein Plan befürwortet, der die Gestaltung einer Bushaltestelle an der L3114, Bertha-von-Suttner-/Dieburger Straße, neben einem 30 Quadratmeter großen Kreisverkehrsplatz an der Einmündung der Dieburger Straße vorsah (der LA berichtete). Anfragen beim ASV wurden damals jedoch negativ beschieden.

Anfang März habe es nun ein Treffen der Gemeinde mit dem ASV, der Verkehrsorganisation DADINA, der Unteren Verkehrsbehörde und der Polizeidirektion Südhessen gegeben. Dabei wurde „aus verkehrstechnischen Gründen, aber auch besonders im Sinne der Verkehrssicherheit, eine Kreisverkehrsplatzregelung der einer Ampelsignalanlage vorgezogen“, so Grimm. Das Planungsbüro Mörner und Jünger sei bereits mit dem vom Land geforderten Entwurfsplan beauftragt worden.

Markus Schmitt vom ASV erläuterte auf Anfrage des LA, dass ein Kreisel mit 35 Metern Außendurchmesser nach derzeitigen Verkehrserhebungen im Berufsverkehr ab 16 Uhr aus Dieburg kommend bereits jetzt an die absolute Leistungsfähigkeit stoßen würde. Im Rückstau müsse mit Wartezeiten von annähernd 45 Sekunden gerechnet werden. Sollte die Belastung nach Fertigstellung der Reinheimer Umgehung wie prognostiziert steigen, könnte nur ein zusätzlicher Bypass den Stau dämmen. Richtung Ortsmitte würde dann eine Ausweichspur am westlichen Kreisrand hinzukommen. Die werde zwar mit geplant, aber erst bei Bedarf gebaut, erläuterte Schmitt die zwei-Phasen-Lösung. Da das Land nur den Ampelbau finanziert, wird die Gemeinde tief in die Tasche greifen müssen. „Bei der geplanten Kostenrechnung werden jedoch auch notwendige Tiefbaumaßnahmen berücksichtigt“, so Schmitt.

Um hierfür möglichst schnell Baurecht zu schaffen hofft Grimm, erste Pläne bereits im April in den Ausschüssen beraten zu können.

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