Offizielle Übergabe: Wer viel leistet kann gut feiern

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Leckere Häppchen warteten auf die Gäste beim Feuerwehrjubiläum.

Klein-Zimmern (bea) ‐ Einen Rednermarathon absolvierten die Feiergäste der Klein-Zimmerner Feuerwehr.

Anlässlich des Florianstages und des 75-jährigen Jubiläums der Wehr wurde am Samstag nicht nur das neu erbaute Mehrzweckgebäude offiziell seiner Bestimmung übergeben, sondern auch ein neues Fahrzeug in Dienst gestellt. Feuerwehrmann und Ortsbeirat Joachim Köbel, der an diesem Nachmittag auch den Landesehrenbrief erhielt, wovon er zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nichts wusste, skizzierte den Verlauf der Arbeiten: „Sehr schnell haben wir den Bau hochgezogen. In vier Monaten stand das Mehrzweckgebäude“.

2 000 Arbeitsstunden haben die freiwilligen Helfer aufgewendet, nicht eingerechnet sind dabei die Stunden, die nicht unmittelbar mit dem Bau zusammenhingen, wie etwa die Verpflegungslogistik, die von den Frauen geleistet wurde.

„Vorbildliche“ Zusammenarbeit der Feuerwehr

60 000 Euro hatten die Erbauer zur Verfügung, 50 000 Euro für das Gebäude, 10 000 Euro für den Platz. Köbel rechnete die Verwendung vor: „Ein Teil ging an den Architekten und das Bauamt für Genehmigungen, das Fundament kostete 35 000 Euro, blieben also 12 000 Euro, um das Gebäude zu erstellen, wovon 9 000 Euro allein die Tore kosteten. Sie können sich also vorstellen, dass wir viele Leute auch um Hilfe für Materialien gebeten haben“.

Als „Vorbildlich“ bezeichnete Bürgermeister Achim Grimm die Zusammenarbeit der Feuerwehr mit dem katholischen Kirchenmusikverein und dem KuK, die ebenfalls einen Teil des Gebäudes für ihre Materialien nutzen.

„Keine blaulichtgeilen Typen“

Grimm dankte Köbel ganz besonders und fand für ihn eine umfangreiche Tätigkeitsbeschreibung: „Bauleiter, Einkäufer, Planer, Ratgeber, Chef und nicht zuletzt Antreiber“.

Da Köbel und seine Männer nun quasi arbeitslos seien, diente der Bürgermeister ihnen neue Tätigkeiten an: „Ich weiß noch eine Menge Projekte in Groß-Zimmern, wo wir Sie brauchen könnten“.

Eine nachdenkliche Rede hielt Notfallseelsorger Winfried Steinhaus. Er stand noch ganz unter dem Eindruck des Unfalls bei Lengfeld, bei dem es zwei Tote und zwei verletzte Kinder zu beklagen gab. „Die Feuerwehr, das sind keine blaulichtgeilen Typen“, sagte Steinhaus. „Die Frauen und Männer leisten Dienst am Nächsten, der wie in einem solchen Fall auch sehr belastend sein kann“.

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