Verein steht derzeit ohne Vorsitzende und Rechner da

FSV ist ohne Vorstand

Offenbach-Post

Groß-Zimmern - (wd) Immer prekärer wird die Lage beim FSV Groß-Zimmern. Neben einem Schuldenberg von 80 000 Euro hat der Verein seit Freitag auch keinen Vorstand mehr.

Zehn Jahre lang führte Kurt Repp den FSV und stellte sich in der 90. Jahreshauptversammlung der Groß-Zimmerner Fußballer nicht mehr zur Wiederwahl. Auch sein Stellvertreter Thomas Gladitz steht für eine weitere Amtsperiode nicht mehr zur Verfügung. Die Stelle des Rechners ist seit dem Tod von Horst Störger ebenfalls verwaist und auch hierfür gibt es keinen Ersatz.

Im Vorfeld der Sitzung wurden viele Gespräche geführt. „Ich habe insgesamt acht Personen angesprochen, die aus meiner Sicht den Vorsitz des FSV hätten übernehmen können, doch alle winkten ab“, wehrte sich Kurt Repp zu Recht gegen den Vorwurf, jetzt das sinkende Schiff zu verlassen.

In seinem Jahresbericht wurde deutlich, dass der Verein mit dem Rücken zur Wand steht, aber der FSV auch noch lange kein Sanierungsfall ist. Zwar gibt es zwischenzeitlich immer wieder mal kleine Engpässe bei Zahlungen von Rechnungen, die jedoch überbrückbar und zu beheben sind. „Der Verein braucht unbedingt wieder einen hauptamtlichen Rechner“, appellierte Kassenprüfer Jens Reinhard an alle Vereinsmitglieder mitzuhelfen, um innerhalb der nächsten vier bis sechs Wochen einen geschäftsführenden Vorstand zu finden.

„Jetzt ist die Kreativität aller Mitglieder gefragt“, rief Reinhard in die Runde, denn viele Dinge wie etwa die Erweiterung der Bandenwerbung, das Aufstellen eines soliden Finanzplanes und zahlreiche Aktionen, die Geld in die Kasse bringen, müssen auf den Weg gebracht werden, um den Verein am Leben zu halten.

„Die sportlichen Perspektiven sind gut, finanziell ist der Verein noch mit einem blauen Auge davon gekommen. Wo sind denn jetzt die Herren des mittleren Alters, die in der Lage sind, den Verein zu führen?“, versuchte auch Wahlleiter Dieter Faig noch einmal alles, um wenigstens einen der Anwesenden zu motivieren, jetzt die Verantwortung zu übernehmen.

„Wir könnten ja auch ein Vorstandsgremium bilden“, schlug Georg Palmy vor, wozu jedoch eine Satzungsänderung nötig wäre. Diese könnte allerdings schon in der nächsten Sitzung beschlossen und umgesetzt werden. Dieter Faig versprach - bevor er die 90. Jahreshauptversammlung des FSV Groß-Zimmern vorzeitig beendete - beratend dabei mitzuhelfen, um in spätestens sechs Wochen den Mitgliedern eine neue Vorstandsmannschaft zu präsentieren. (Ein weiterer Artikel über die Berichte der einzelnen Abteilungen folgt.)

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