Optimismus statt Klagen

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Die Sternsinger der katholischen Pfarrei St. Bartholomäus brachten den Segen zum Neujahrsempfang des Kerbvereins gestern im Glöckelchen.Fotos (2):

Groß-Zimmern ‐   Mit frischem Wind und voller Tatendrang starten Aktive, Freunde und Gönner des Kerbvereins ins Jahr 2011.  Von Ursula Friedrich

Aktive und Gäste des Kerbvereins Groß-Zimmern feierten mit einem Mix aus guter Laune, Getränken und einem bunten Büffet das neue Jahr.

In diesem Sinne feierten rund 100 Gäste aus Vereinswelt, Parteien, Kirchengemeinden und Bürgerschaft im Gewölbekeller des Kulturzentrums Glöckelchen gestern den Neujahrsempfang. Statt zu klagen begrüßte Vereinschef Thomas Beutel die Gäste mit einer optimistischen und konstruktiven Rede - trotz aller Widrigkeiten. Denn: Hier fehlt Geld, dort ein Lagerort für die Ausrüstung und Kritik an der Kerb 2010 hatte es auch gehagelt. Doch: Der Trägerverein des größten Fests am Ort sowie Hüter von Tradition und lokaler Historie geht gestärkt aus allen Krisen hervor. Die Kritik sei bei mehreren Veranstaltungen gesammelt worden, werde nun geprüft und gegebenenfalls in das Konzept für die Kerb 2011 einfließen, so Vereinschef Thomas Beutel. „Gemeinde und Verein werden bei der Organisation der Kerb noch enger zusammenarbeiten“, bekräftigte auch Bürgermeister Achim Grimm in seinem Grußwort den Willen zu Verbesserungen. „Ein guter Mann muss in jedem Verein als Zugpferd vorne dran stehen - und Thomas Beutel ist ein Mann, dessen Herzblut dran hängt“, sparte Grimm nicht mit Lob.

Kerbetat längst in trockenen Tüchern

Die Planungen für die Kerb 2011 stehen längst, im Februar werden bei einer Klausurtagung des Kerbvereins Details festgeklopft. Und im Gegensatz zum Haushaltsplan der Gemeinde ist der Etat für die Kerb 2011 längst verabschiedet.

Als Hängepartie entpuppen sich die Arbeiten am Zeughaus - dem künftigen Lagerort für das vielfältige Equipment des 330 Mitglieder starken Vereins. Schuld sei die winterliche Witterung, so Beutel, die seit November die Arbeiten unmöglich mache. Das bisherige Lager in der Bachgasse musste unterdessen geräumt werden.

Die Gemeinde hält zusammen

Da einige Investitionen im Jahr 2010 für moderne technische Geräte, die der historischen Arbeit des Vereins dienen, die Sparguthaben schmälerten, muss auch die finanzielle Seite des Vereins mit Argusaugen beobachtet werden. Spontan halfen zwei Gönner aus: „Wenn wir am Zeughaus Richtfest feiern mach' ich das Frühstück“, versprach Erich Rapp, Goldener Kerbborschde-Jahrgang 2010. Und der CDU-Landtagsabgeordnete Manfred Pentz spendiert die Getränke.

Achim Grimm sprach gar von einem Sponsor, der den Kerbverein sowie den OWK bei den Investitionen rund ums Zeughaus unterstützen wolle. „Wir sind eine lebendige Gemeinde“, freute sich da die Gemeindevertretervorsteherin Katharina Geibel: „Gerade heute zeigt sich, dass wir zusammenhalten.“

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