„Rock am Stock“ und 80-Plus Party mit „DiJane“ in der evangelischen Kirche

OmA als „Original mit Anspruch“

Bekenntnis zu Falten, Zellulitis und dritten Zähnen: Oma Frieda alias Jutta Lindner nahm ihr Publikum in der evangelischen Kirche mit auf eine herzerfrischende Expedition ins Alter. Foto: Friedrich

Groß-Zimmern (ula) - Mit Rollator, dritten Zähnen und künstlichem Hüftgelenk in der dritten Lebensphase Vollgas geben – das ist Oma Frieda, alias Jutta Lindner.

OmA, das stehe für „Original mit Anspruch“ erläuterte die rustikale Super-Seniorin ihrem Publikum in der evangelischen Kirche. Und als originelle 89-Jährige lud sie ihre Gäste (Backfischsenioren und jünger) auf eine humorvolle Fitnessttour wider den Gebrechen des Alters ein. Nach dem Motto „Turne bis zur Urne“ hob Oma Frieda zum Rundumschlag gegen Botox, geliftete Stars und männliche Selbstverherrlichung an („Eh Mann ohne Bierbauch is eh Krippel?“) Mit Perlenkettchen, Handtasche und ausladendem Blümchenkleid erfüllte Oma Frieda allerdings nur äußerlich alle Klischees.

Was die klatschmäulige Querdenkerin absonderte, kam einer positiven Lebensphilosophie gleich, wie sie jedem Senior nur zu wünschen ist. Mit ihrem Superteufel-Gymnastikprogramm wurden Zipperlein jenseits der Menopause kurzerhand abtrainiert. Mit „Oma rockt am Stock“ und 80-Plus Party mit „DiJane“ warb sie herzerfrischen für eine jugendliche Lebenseinstellung – trotz Gebiss, Cellulitis und vier Dioptrin. Oma Frieda kam auf Einladung des Mehrgenerationenhauses, sowie des Seniorenzentrums Gersprenz und der evangelischen Ruheständler – und zwar auf Schusters Rappen.

Die saarländische Kabarettistin meistert ihre Tournee zu Fuß. 31 Auftritte in ebenso vielen Tagen – dazwischen 950 Kilometer. Auf der 26. Etappe hatte Oma Frieda noch genug Esprit rund 80 Gäste im Gotteshaus mit ihrer spritzigen Lebenseinstellung auf einen munteren Weg ins Alter mitzureißen.

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