Erstes Spielefest für Jung und Alt in der Kolpingsanlage war eine Attraktion

Party vieler Generationen

Spiel und Spaß von Null bis Hundert war die Losung des ersten Spielefests für alle Generationen in der Adolf-Kolping-Anlage. Fotos: ula

Groß-Zimmern - Viele Generationen - eine Party. Das war der Tenor des ersten Spielfests für Jung und Alt in der Kolpinganlage. Von Ursula Friedrich

Omas schminkten Enkel, Mütter traten neben dem Filius beim Sackhüpfen an, die Bewohner der Gersprenz-Senioreneinrichtung versuchten sich an der Schokokusswurfmaschine und Großväter legten beim Seilspringen ein Tempo vor, das umstehende junge Leute vor Neid erblassen ließ.

Wem die sportlichen Angebote des Spielemarathons am Samstagnachmittag zu viel wurden, konnte entspannt im Zelt der Pfadfinder ein Stockbrot rösten oder gut beschirmt unter der Festzeltplane im Parkcafé einkehren. 15 Stationen konnten Festbesucher durchlaufen und ihr Glück bei Jonglage, Eierlauf, Schach oder Tauziehen versuchen. Ohne komplizierte Spielevariationen oder moderne Spielkonsolen, wie sie in vielen Kinderzimmern zu finden sind, wurde generationsübergreifend jede Menge Spaß geboten. Spiele, wie schon zu Omas Zeiten, begeisterten. Auch einige moderne Impulse hielten Einzug. „Das gab"s zu meiner Zeit noch nicht“, meinte eine ältere Dame, die das Enkelkind, auf Pedalos balancierend, an der Hand hielt.

Die Ausrichtung der Veranstaltung war ein Miteinander vieler Organisationen und Vereinen. „In der heutigen Gesellschaft haben Kinder immer seltener Gelegenheit, das Zusammenleben mit älteren Menschen zu lernen“, so Christiane Hucke vom Mehrgenerationenhaus. „Geichzeitig bringt der demografische Wandel mit sich, dass Menschen immer älter werden.“ Statt diese Entwicklung als Problem zu sehen, müsse sie als Chance begriffen werden, so die Sprecherin des Aktionstages. Beim Versuch, durch Sport und Spiel Begegnungen zu fördern, waren viele Mitwirkende mit im Boot. Ob katholischer Kindergarten oder Mehrgenerationenhaus, VdK oder Projektwerkstatt soziale Stadt, Pfadfinder oder Diakonieverein, Ruheständler oder TV, Teilnehmer von „Impuls 50 Plus“, Kinder- und Jugendförderung oder Gesprenz Seniorenheim. Mit der Entwicklung der „Orte der Begegnungen“ in der idyllischen Parkanlage begann der Prozess 2010, mit dem Spielefest fand er eine Fortsetzung. Ein „Fitness-Parcours“ ist derzeit in Planung. Und das Spielefest soll keine Eintagsfliege bleiben. „Ich bin begeistert, wie viele Menschen kommen“, so Hucke, „und die haben ganz offensichtlich alle Spaß. Das ist doch was Tolles!“

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