Groß-Zimmern

Pferdeklasse setzt sich für den Hirschkopf ein

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Bürgermeister Achim Grimm besucht die Drittklässler in der Friedensschule.

Drittklässler der Friedensschule Groß-Zimmern appelieren in einem Brief an Bürgermeister Achim Grimm gegen den Abriss des "Hauses mit dem Hirschkopf". Dabei geht es um die Hofreite neben dem Eingang zur Grundschule.

Groß-Zimmern (guf) - Ungewöhnliche Post erhielt Bürgermeister Achim Grimm Ende Januar. Säuberlich von Kinderhand geschrieben und unterzeichnet von Vanessa, Verena, Enrico, Alicia und vielen anderen, wandten sich Drittklässler der Friedensschule an ihn, mit der klaren Stellungnahme: „Wir sind dagegen, dass das Haus mit dem Hirschkopf abgerissen wird“.

Es gäbe doch gewiss genügend Parkplätze und „uns brummt schon die ganze Hauptstraße um die Friedensschule“, heißt es im Brief weiter. Anstatt es abzureißen, sollte der Bürgermeister doch bitteschön dafür sorgen, dass das alte Haus „verschönert und wieder gut zusammengebaut“ wird.

Den Kindern geht es um die alte Hofreite in der Wilhelm-Leuschner-Straße 15. Allmorgendlich begrüßt sie der Hirschkopf an der Fassade neben dem Eingang zur Grundschule. Rund 300 000 Euro stehen im Haushalt bereit, um den baufälligen Gebäudekomplex abzureißen und auf dem frei werdenden, rund 1000 Quadratmeter großen Grundstück einen Parkplatz anzulegen.

Am Montag besuchte Grimm die „Pferdeklasse“, um mit den jungen Bürgern über das Vorhaben zu reden. Lehrerin Anne Pachale und die Schüler, vertreten durch den Klassenrat, begrüßten den Bürgermeister und dann ging es los: „Wann wird der Abriss sein?, Kann man das Haus nicht erhalten? Wie viele Parkplätze kommen da hin? Bleibt unsere Fußballwand stehen?“, lauteten einige der Fragen. Überzeugen konnte Grimm die Kinder davon, dass das Haus nicht zu retten sei. Der Hirschkopf samt dem fehlenden Geweih, soll erhalten bleiben. Wo die Gedenktafel hinkommt, das stehe noch nicht fest, so Grimm. Die Mauer zur Schule hin werde wohl stehenbleiben und durch die Parkplatz-Zufahrt würde der Schulweg kaum beeinträchtigt, da diese über den existierenden Platz in der Kettelerstraße erfolgen wird. Wie viele Plätze es werden und wie genau das Haus abgerissen wird, darauf wusste auch Grimm keine Antwort. Er war jedoch sehr beeindruckt von dem großen Interesse dieser kleinen Bürger.

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