Von Pharao-Show bis zu Streetdance

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Die Jugendlichen der Tanzschule Henrich begeisterten das Publikum beim Fest der Kulturen mit modernen Tanzeinlagen wie amerikanischem Streetdance.

Groß-Zimmern ‐ Am Ende vieler arbeitsreicher Einsätze in der Wohnanlage Dresdner Straße stand eine Riesenparty: Mit großem Hallo wurde das erste kunterbunte „Fest der Kulturen“ auf dem neu gestalteten Areal zwischen den Wohnblöcken gefeiert. Von Ursula Friedrich

Das rund 5000 Quadratmeter große Herzstück der Anlage wurde nach der gemeinsamen Sanierung zur Festmeile. Französische, italienische und afrikanische Gastronomie, orientalische Tänze, Zimmerner Fanfarenmusik, türkische Lieder, orientalische Märchen und vieles mehr gehörten zum multikulturellen Programm.

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Fest der Kulturen

Der Platz, den die Anwohner in vielen Monaten unter den Fittichen der Projektwerkstatt „Soziale Stadt“ selbst gestalteten, wurde zur Begegnungsstätte und Partymeile.

Außenanlage als Ort des Zusammenlebens

Nicht alle sind gleich. Mit Interesse beobachteten gestern die Besucher beim Fest der Kulturen in der Dresdener Straße gemeinsam multikulturelle Beiträge.

Gleichzeitig fiel nun der Startschuss für die interkulturellen Wochen des Landkreises Darmstadt-Dieburg: „Ich könnte mir keinen besseren Ort zur Eröffnung vorstellen“, sagte die Erste Kreisbeigeordnete Rosemarie Lück. „In 300 Kommunen der Bundesrepublik wird die interkulturelle Woche nun zum dritten Mal veranstaltet, um Integration zu leben.“ Rund 40 Veranstaltungen werden in den kommenden Tagen kreisweit das interkulturelle Programm füllen. Die neue Außenanlage mit Sitzgelegenheiten, Bolzplatz und einem riesigen Spielplatzareal demonstriert nach außen, dass man auf dem besten Wege ist, das Zusammenleben der rund 700 Bewohner aus 35 Nationen zu fördern. „Das Motto der interkulturellen Wochen ,Zusammen leben- Zukunft gestalten' ist hier lebendig geworden“, so die Bilanz von Tobias Lauer von der Projektwerkstatt.

Grimm: „Alle sollen mitgestalten“

Der gemeinschaftliche Geist des Sanierungsprojektes füllt die Idee des Zusammenwachsens nun mit Leben. „Es ist schön, dass wir mithelfen konnten“, sagte eine Anwohnerin, „der Platz wird von Kindern und Erwachsenen gut angenommen – an schönen Tagen ist es richtig voll.

Dieses Fest soll der Startschuss sein für ein besseres Leben in einem Wohnquartier – und alle sollen es mitgestalten“, gab Bürgermeister Achim Grimm noch einmal die Parole aus.

Trotz aller Probleme doch Gemeinsamkeiten finden

Fähnchenschwenkend und mit Trommelwirbeln begrüßten sogar die Kleinsten die Gäste auf der neu gestalteten Freizeitanlage zwischen den „Blöcks“.

Trotz aller Probleme, die sich aus dem engen Zusammenleben vieler Menschen aus unterschiedlichsten Kulturen auf engem Raum ergäben, gelte es vor allem, Gemeinsamkeiten zu finden. Dieses Ziel wurde beim ersten Fest der Kulturen trefflich umgesetzt: Mehrere Stunden Bühnenprogramm vom Pharaotanz bis zum amerikanischen Streetdance sorgten für Begeisterung.

Bunte Buden aus aller Herren Länder boten Genüssliches für das leibliche Wohl und Hüpfburg, Spielplatz sowie Märchenzelt viel für die Ansprüche junger Gäste. Auch durften sich die Bürger noch über ein großzügiges Geschenk freuen: Von der Sparkasse Dieburg gab es einen 1 000 Euro dicken Scheck.

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