Ortsgeschichtlicher Rundgang zu Brunnen und Kanälen

Plakate weisen auf alte Standorte hin

Das alte Wasserwerk.

Groß-Zimmern - (guf) Vor 80 Jahren schloss sich die Gemeinde Groß-Zimmern dem Gruppenwasserwerk Dieburg an. Bis zu diesem Zeitpunkt erfolgte die Versorgung der Bevölkerung mit Trink- und Brauchwasser ausschließlich über öffentliche oder private Brunnen.

Wie viele öffentliche Brunnen in Groß-Zimmern bestanden, ist nicht mehr eindeutig festzustellen. Die Unterlagen lassen jedoch eine Rekonstruktion von mindestens acht Gemeindebrunnen zu. Sie befanden sich in der Angelstraße, der Bachgasse, der Dieburger Straße, der Enggasse, an der Evangelischen Kirche, in der Kreuzstraße, der Pfarrgasse und der Wilhelm-Leuschner-Straße. Zudem bestanden Ende der Zwanziger Jahre auch gewerblich genutzte Tiefbrunnen.

Über solche Brunnen verfügten die Mineralwasserfabrik Herbert, die Wurstfabrik Laschet, die Mälzerei Herpel, der Gasthof „Zum Löwenbräu“, die Seifenfabrik May und der Dresselhof.

An diesen Stellen hat der Glöckelchenverein nun Plakate aufgestellt, um an die Situation der Wasserversorgung in dieser Zeit zu erinnern.

So versorgte beispielsweise der Brunnen in der Dieburger Straße rund 40 Familien mit Trinkwasser.

„Brunnen und Kanäle“ sind das Thema dies diesjährigen Orstgeschichtlichen Rundgangs, den der Kulturverein Glöckelchen und der Odenwaldklub Groß-Zimmern veranstalten. Mit dem Rundgang wird an die Anfänge der Kanalisation in Groß-Zimmern und an die damalige Situation der Trinkwasserversorgung erinnert.

Der Rundgang führt zu mehreren ehemaligen Standorten von Brunnen im Ortsgebiet, wobei auch die ersten Maßnahmen zum Kanalbau erläutert werden. Abschließend geht die Gruppe zum „Wasserwerk“, dem alten Hochbehälter oberhalb des Golfplatzes. Hier werden auch Informationen zur heutigen Wasserversorgung der Gemeinde gegeben.

Der ortsgeschichtliche Rundgang findet am Sonntag, 23. August, statt. Start ist um 14.30 Uhr am Kulturzentrum Glöckelchen.Die Bevölkerung ist zur Teilnahme eingeladen.

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