Planvorstellung im Ausschuss

Jugendsportpark neben der neuen Kita

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Die Planung für den Jugendsportplatz wurde im Sozialausschuss vorgestellt.

Groß-Zimmern - Die Planung für die Gestaltung des Außengeländes der neuen Kita auf dem Festplatz und für den angrenzenden Jugendsportpark stellte Ingenieurin Annette Wreesmann am Dienstag im Sozialausschuss vor. Von Gudrun Fritsch  

Am Kindergarteneingang auf der Nordseite entsteht an der Parkstraße ein Rampenweg, drei große Platanen bieten Schatten an Angelgartenstraße. Jede der vier U3-Gruppen verfügt über eine Terrasse, jeweils zwei Gruppen teilen sich einen gemeinsamen Spielbereich mit Sandfläche, Wipptier und Sonnensegel. Durch einen Zaun mit kleinen Türchen sind die Kleinsten von der restlichen Kita schützend getrennt.

Der Innenhof wird gepflastert, so dass er auch für Bobbycar-Rennen geeignet ist, zwei kleine Pflanzflächen mit Bäumen bieten Grün und Schatten. Im Süden liegt der Hauptspielbereich mit Doppel- und Nestschaukeln, Sonnensegel, Matchtisch und Sand. Am etwa 1,45 Meter hohen Grenzhügel, der mit einer Hangrutsche versehen ist, stehen Bäume. Der Aufstieg führt über Stufen oder die Böschung der Modellierung. Im Grünen stehen ein kleines Spielhaus und eine Gerätehütte.

Bobbycar-Rennstrecke für Ü3-Gruppen

Auch die zwei Ü3-Gruppen verfügen jeweils über eine Terrasse, gepflasterte Verbindungswege und Bobbycar-Rennstrecke. „Der Grundgedanke ist hier, möglichst viel Naturspielfläche zu bieten“, so Wreesmann. In der Böschung mir robusten Pflanzen sollen Kinder auch spielen können (Holunder, Haselnuss zum Schnipsen und Röhrchen machen). Ein 1,60 Meter hoher Stabgitterzaun am oberen Rand des Hügels bietet Schutz und Ausblick, Kletterpflanzen sollen folgen. Es wurden Sträucher und große Pflanzen ausgesucht, die als Solitär in großen abständen gepflanzt werden.

Hochstammbäume (Umfang von 20 bis 25 Zentimeter) und drei Säulen kleinerer Obstbäume, die nur zwei Meter hoch werden, kommen hinzu. „Die Kinder sollen selber ernten“, so die Fachfrau. . Der Müllcontainer-Stellplatz ist nahe der Küche. Neben dem Eingangsbereich sind normale Radständer und sechs für Kinderräder. „Leider ohne Überdachung“, beantwortete Wreesmann eine Frage von CDU-Mann Friedrich Faust. Allerdings seien die Ständer unter dem Vordach und der Boden darunter gepflastert. Richard Kunze (SPD) regte an, ein Hochbeet oder Kräuter fürs Essen anzulegen. „Das muss das ganze Jahr über gepflegt werden und funktioniert in Kindergärten nicht so gut“, entgegnete die Ingenieurin, die in Absprache mit der AWO-Leitung davon abriet. Zudem könne man solche Pflanzungen bei Bedarf auch später noch anlegen.

Balanciergeräte am Verbindungsbereich

Die Modellierung bildet in leichtem Bogen auch die Grenze zum Jugendsportplatz. Die Planung hierfür wurde mehrfach mit Jugendlichen besprochen, Bastian Laub (Bachelorarbeit) lieferte einen Vorentwurf. Zur Zeit ist hier noch eine große Freifläche mit Bolzplatz und Basketballfeld mit zwei Körben. Der sechs Meter hohe Ballfangzaun soll wieder verwertet werden. „Am liebsten hätten die Jugendlichen einen Käfig“, so Wreesmann. Künftig müsste am erhöhten Rand ein vier Meter hoher Zaun reichen. Der Basketballplatz soll bleiben, nördlich davon eine asphaltierte Skaterfläche entstehen, in deren Mitte später Hindernisse hinzu kommen können. Die leicht abgesenkte Fläche kann in Zusammenarbeit mit der Jugendfeuerwehr im Winter mit Wasser gefüllt und für kurze Zeit als Eisfläche genutzt werden. Als Verbindung zur Ortsmitte ist südlich der Kita ein Weg geplant, der als bmx-Strecke durch Bodenmodellierungen führt.

An den Verbindungsbereich sollen Balanciergeräte kommen, ein Trampolin im Boden, Klötze und Lümmelbänke für Grundschulkinder. Zum Jugendzentrum hin sind eher Anlagen für ältere Jugendliche: zwei Tischtennisplatten, zwei Bänke und große Bäume. An der Johannes-Ohl-Straße sind auch als Abgrenzung zu den Häusern erhöht Strauchanpflanzungen vorgesehen. Zwölf Radständer sollen bei den Müllcontainern hinzu kommen. Auf der Freifläche neben der Kita könnte ein Bauwagen Platz finden. Dass für das Gelände keine Beleuchtung vorgesehen ist, fanden einige Kommunalpolitiker nicht gut.

Klagen auf den Kita-Platz - aber wie?

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Stefan Fröhlich (SPD) kritisierte, der Bolzplatz sei minimalistisch. „Hier können Jugendliche jetzt noch ohne Anfrage spielen. Ich fürchte, dass das alles bald zerstört wird. Vielleicht sollte man lieber auf einiges verzichten. Manchmal ist weniger mehr.“ Tatsächlich sei der Bolzplatz mit 20 mal 12 Metern sehr klein. Man könnte ihn noch um vier Meter verlängern. Aber gegen Zerstörung, die immer ein Problem ist, gebe es keine Garantie. Ob bedacht wurde, dass die Bahn irgendwann wieder fahren könnte, wollte Marianne Streicher-Eickhoff (Grüne) wissen. Der Bahndamm sei - selbst wenn wieder Züge fahren sollten - kein Problem, da er gut abgegrenzt ist, erhielt sie zur Antwort.

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