Politik in der Schule

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Politische Diskussion im Klassenzimmer mit anschließendem Gruppenfoto: Die H7a der Albert-Schweitzer-Schule empfing die SPD-Bundestagsabgeordnete Brigitte Zypries.

Groß-Zimmern (ula) ‐ Vom Plenarsitzungssaal in Berlin zum Klassenraum in die Albert-Schweitzer-Schule (ASS) – so abwechslungsreich kann das Programm einer Bundestagsabgeordneten sein. Brigitte Zypries (MdB), Justiziarin der Bundes SPD, nahm die Einladung der ASS-Hauptschulklasse 7a an und stand eine ganze Schulstunde lang Rede und Antwort.

Warum sind sie in der SPD?“, „Haben Sie schon Frau Merkel getroffen?“ und „Wann war ihr längster Arbeitstag?“ wollten die Zwölf- und Dreizehnjährigen wissen. Gemeinsam mit Referendarin Saskia Schmidt hatten sich die Schüler gründlich auf den „Besuch aus Berlin“ vorbereitet. „Ich schreibe meine Examensarbeit zum Thema „Politik, Ämter und Institutionen“, berichtete die angehende Lehrerin Schmidt.

Die Idee, eine „echte“ Politikerin zum Unterrichtsbesuch einzuladen, lag auf der Hand. Schließlich sind pragmatische Eindrücke oft intensiver, als stundenlange Theorie. Und die junge Frau will das Interesse an Politik bei ihren Schülern wecken: „Wenn nicht jetzt, dann kommt es mit 18 Jahren sicher auch nicht mehr.“

„Wir haben jetzt schon eine Meinung“

Und Brigitte Zypries kam. „Eigentlich besuche ich eher Oberstufen, da wird schon hart diskutiert“, erklärte die Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises 187 (Darmstadt) ihrem jungen Publikum. Zum Teil eingeschüchtert vom „hohen Besuch“ fühlte zwar niemand der Sozialdemokratin so recht auf den Zahn. Aber ihren Wissensdurst stillten die Youngsters doch.

Wie viel verdient man denn da so?“, „Wie viele Termine haben Sie pro Tag?“ und „Wohin sind Sie schon gereist?“, derlei Fragen standen im Zentrum des Interesses, politische Inhalte blieben dabei nur Randaspekte. Doch vielleicht geht die Saat von Zypries und Referendarin Schmidt auf, junge Leute für Politik zu begeistern. Immerhin: „Warum darf man eigentlich erst mit 18 wählen? Wir haben jetzt schon eine Meinung!“, wandte sich Marian an die Genossin. Und Mitschüler Lukas meinte: „Ich würde glatt die SPD wählen, weil die gerechter sind.

Zypries´Karriere startete als Klassensprecherin

Warum wurden Sie Politikerin?“, wollten die Schüler schließlich wissen und Zypries gelang es, selbst eine große politische Karriere für junge Leute transparent zu machen. „Man hat Macht und kann mitgestalten“, so die Sozialdemokratin. „Ich finde es interessant, da mitzumachen.“ Und einen Anfang nahm das Streben nach verantwortungsvollen Ämtern in der Schule.

Brigitte Zypries begann als Klassensprecherin. Der Ausklang des Unterrichtsbesuchs wurde mit gegenseitigen Geschenken (Gummibärchen, Blumenstrauß und Abschiedsbild) sowie einer Einladung gestaltet. Zypries: „Am besten macht ihr eure Abschlussfahrt nach Berlin, da sehen wir uns dann wieder.“

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