Positiv in die Zukunft

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Zahlreiche Jubilare hatte in diesem Jahr der FSV Groß-Zimmern bei seiner Jahreshauptversammlung zu ehren: Die Vereinstreue reichte von zehn bis 75 Jahre.

Groß-Zimmern (mj) ‐ Der alte Vorstand beim FSV Groß Zimmern ist auch der neue – ohne Veränderungen präsentierten sich die Vorstandswahlen bei den Fußballern im Rahmen ihrer Jahreshauptversammlung. In ihrem Amt für weitere zwei Jahre bleiben Jens Reinhard (Finanzen), Johnny Connor (Sportbetrieb), Reinhold Obertshauser (Jugend), Stefan Herbert (Alte Herren), Norbert Wurtz (Schriftführer) und Harald Herbert (Öffentlichkeitsarbeit).

Mit der Wahl wurde zum einen Kontinuität geschaffen, dazu steht sie für eine erfolgreiche wirtschaftliche und organisatorische Arbeit des Vorstands. Dies bekamen die sechs FSV-Führungsköpfe während der Versammlung mehrfach mit einem Lob bestätigt.

Wie der Jahresbericht von Jens Reinhard ergab, schaffte man 2010 den Sprung in die schwarzen Zahlen, die 2009 noch eine rote Farbe hatten. Mit den Worten „Es ist nicht mehr vor fünf vor zwölf sondern 11 Uhr 30“ machte er die verbesserte Lage deutlich. Für die Erholung sind mehrere Gründe verantwortlich, die wichtigsten sind ein neuer Pächter für die zuvor lange leer stehende FSV-Gaststätte sowie das Erfolgskonzept der WM-Arena im Sommer letzten Jahres. Insgesamt wurde bei allen Veranstaltungen dank guter Planungen ein Überschuss erwirtschaftet.

Die Freude darüber muss sich aber in Grenzen halten, da in den nächsten Jahre immer noch hohe Darlehnsbeiträge zur Rückzahlung anstehen. Beim Sportbetrieb ist derzeit die erste Mannschaft das Sorgenkind, die sich im Abstiegsstrudel befindet. „Groß-Zimmern braucht unbedingt eine Mannschaft, die in der A-Klasse spielt“, konstatierte Reinhard. Die Zuschauer rief er nicht zur Kritik am Spielfeldrand, sondern zur Unterstützung auf. Dagegen wird die erfolgreiche Jugendarbeit mit neun Mannschaften - darunter einem Mädchen-Team - fortgesetzt, auch wenn bei den Kleinsten noch Trainer und Betreuer fehlen. „Die Besetzung dieser Ämter ist derzeit unsere größte Baustelle, denn ohne die Jugend-Abteilung kann unser Verein schließen“, hob Reinhard den außerordentlichen Stellenwert des eigenen Nachwuchs heraus.

Kosten senken und Einnahmen steigeren

Derzeit verfügt der FSV über 413 Mitglieder, das ist eine Steigerung von drei Personen. Sorgen macht die Alterstruktur: So gibt es viele junge und ältere Mitglieder, dazwischen tut sich eine Lücke auf. Es fehlen die 18 bis 40-jährigen, die generell als besonders wichtige Stütze jedes Vereins gelten. Auch werden noch eine Reihe ehrenamtliche Helfer für diverse Aufgaben benötigt. Ein besonderer Dank ging in diesem Zusammenhang an alle Ehrenamtlichen, insbesondere die neun Personen umfassenden „Altsenioren“, die durch ihren Einsatz die Sportanlage in Schuss halten. Dass das immer mehr zu einer Herausforderung wird, wurde in der Jahreshauptversammlung ebenfalls deutlich: So hat der Vandalismus auf dem Sportgelände deutlich zugenommen. Bisher zeigte sich der Verein hilflos gegen die nächtlichen und frühmorgentlichen Beschädigungen. Der Vorstand versprach nun, Abhilfemöglichkeiten zu sondieren. Insgesamt ging von der Versammlung eine positive Zukunftsstimmung aus. „Kosten senken und Einnahmen steigern – letzteres ohne die Erhöhung der Beiträge“ lautet die wichtigste Grundausrichtung. Wie bemüht der Vorstand ist, zeigten die Gespräche innerhalb des Vereins in den letzten Monaten sowie die entwickelten Konzepte. Dafür steht die „Agenda 19“, die bis zum 100-jährigen Jubiläum 2019 15 ehrgeizige Ziele umfasst. Dazu zählt eine Mitgliederzahl von 500 Personen, eine gute 1. und 2. Mannschaft, eine Rücklage von 20 000 Euro sowie die fast komplette Rückzahlung der laufenden Darlehen.

Folgende Personen wurden für ihre langjährige Mitgliedschaft geehrt: Benjamin Frank, Sascha Kleiser, Markus Forgber (10 Jahre), Dirk Rudolph (25 Jahre), Manfred Jung, Peter Krönke, Hans-Peter Haus, Roland Sieber (40 Jahre), Paul Höhl (60 Jahre), Gerhard Buchsbaum, Helmut Seibert (65 Jahre) und Johannes Geiss (75 Jahre).

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