Potenzielle „Sterne-Köche" an den Töpfen bei Georgi

Der neunjährige Paul wusste schon mit drei Jahren, dass er später einmal Koch werden will.

Groß-Zimmern - (wd) Die Äuglein tränten, die Zwiebel rutschte weg, dennoch war das für die 12-jährige Antonia kein Grund aufzugeben.

Zusammen mit weiteren 14 Kindern nahm sie kürzlich am Kinderkochkurs in Richters Restaurant „Georgi“ in Groß-Zimmern teil und hatte genauso wie Küchenchef Klaus Richter, dessen Ehefrau Anke und Koch Michael Boni einen Riesenspaß. Organisiert wurde das ganze von Heike Jakobs, Mitorganisatorin von „Frisch und lecker im Landkreis der Genießer“. Beim Erstellen des Drei-Gänge-Menüs wurde vor allem Wert darauf gelegt, ausschließlich regionale Produkte zu verwenden.

Mit den Worten: „Heute gibt es keine Pommes und kein Fertiggericht, denn wir wollen euch mal zeigen, wie gut gesundes und selbst hergestelltes Essen schmeckt“ schickte Richter die 15 Kinder, die aus dem gesamten Kreisgebiet nach Groß-Zimmern gekommen waren, mit einem „Ab in die Küche“, an die Kochtöpfe. „Ich bin erstaunt wie viele Jungen mittlerweile Interesse am Kochen haben“, freute sich Heike Jakobs über sieben potenzielle „Sterne-Köche“. Schon mit drei Jahren wusste der neunjährige Paul aus Groß-Zimmern, dass er einmal Koch werden will. „Ich backe und koche immer mit meiner Oma für den Papa“, erzählt er beim Kartoffel schälen. Die werden für die selbst hergestellten Kartoffelchips benötigt, eine Spezialität von Chefkoch Michael Boni. Hierfür müssen dünne Scheiben gehobelt, gewaschen und vor allem gut getrocknet werden. Danach kommen die Kartoffeln in die Friteuse und schmecken besser wie die Chips aus der Tüte. „Die sind außerdem viel gesünder“ bemerkte Klaus Richter, als er die Kinder zur Zwischenmahlzeit bat. Zu den leckeren Chips gab es noch einen Joghurt-Gurken-Dipp.

Zurück in der Küche ging es wieder an die Töpfe, in die jetzt das Gulasch kam, um es köcheln zu lassen. Inzwischen war auch Bürgermeister Achim Grimm hinzugekommen. Auch er genoss es gemeinsam mit seiner Tochter Johanna Sophie dem Kochnachwuchs über die Schultern zu schauen.

Der ließ es sich beim Zubereiten des Nachtisches nicht nehmen, schon mal von den süßen Zutaten zu naschen, die benötigt wurden, um einen leckeren Apfel-Tiramisu herzustellen. Zum Schluss musste der Kochnachwuchs nochmals erfahren, dass Kochen harte Knochenarbeit ist.

Beim Schaben der Spätzle benötigten die Jungen und Mädchen doch so einiges an Kraft für die „Krokodilstränen“, so tauften die vier Enkelkinder der Familie Richter, Antonia (12), Stephan (10), Laura (10) und Chiara (13) die nach dem Schaben wie Tränen aussehenden, selbstgemachten Nudeln.

Vor dem Servieren der Speisen gab Anke Richter den Kindern einen kurzen Einblick in die Regeln des Tischdeckens, um danach mit Genuss das selbst erstellte Menu zu genießen. Dies taten vor allem auch die mitgekommenen Erwachsenen, die beim Essen die Gelegenheit nutzten, sich von Klaus Richter den ein oder anderen Tipp geben zu lassen.

So erfuhr der Dieburger Markus Resch, der selber gerne Spätzle schabt, dass es von Vorteil ist, dem Nudelteig noch einen Schuss Olivenöl beizugeben, und dass es im Landkreis der Genießer zahlreiche Direktvermarkter mit 1a Qualitätsprodukten gibt.

Zum Abschluss gab es für alle Kinder Urkunden sowie eine Tüte mit Infomaterial über die Betriebe, die im Verbund „Frisch und Lecker im Landkreis der Genießer“ organisiert sind.

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