Elternabend zum Projekt der ASS „Hacke dicht“ / Maßnahmen auch an Kerb

Prävention an der Schule

Jugendliche der Albert-Schweitzer-Schule bei der Präventionswoche.  J Foto: Friedrich

Groß-Zimmern - Die Albert-Schweitzer-Schule (ASS) erweitert ihr Präventionsprogramm. Beim Projekt „Hacke dicht“ (wir haben berichtet) steht Alkoholmissbrauch im Vordergrund.

„Hacke dicht ist ein gemeinsames bundesweites Präventionsprojekt der Knappschaft und des Deutschen Kinderschutzbund Bundesverband gegen Alkoholmissbrauch von Kindern und Jugendlichen“, berichtet Jugendpfleger Tom Hicking. Hier setzt die ASS konsequent ihre Suchtprävention fort.

„Seit vielen Jahren arbeiten die ASS und die Jugendförderung der Gemeinde Hand in Hand an diesem Thema. Gemeinsam haben wir vor 14 Jahren die Prävention aus der Taufe gehoben“, so Bärbel Tippe vom Schulleitungsteam.

Die gemeinsame Arbeit hat sich entwickelt. Inzwischen wird seitens der Jugendförderung die Suchtpräventionswoche der ASS mit den siebten Klassen, das Theaterprojekt „Requisit“ in den achten und neunten Klassen unterstützt. Mit 2 000 Euro engagiert sich die Gemeinde auch finanziell für die Präventionsarbeit der Schule. Vor etlichen Jahren hat die Gemeinde gemeinsam mit Schulleiter Helmut Buch auch Schulsozialarbeit an der ASS initiiert. In Einzelfallarbeit und mit sozialen Projekten unterstützt die Kinder- und Jugendförderung die Schule nach Kräften. Auch Direktor Helmut Buch sieht die Zusammenarbeit von Schule und Gemeinde als wertwollen Baustein für das Schulleben.

Zu dem Projekt „Hacke dicht“ gab es Ende September auch einen Elternabend. Etliche Eltern waren erschienen und ließen sich das Projekt erklären. Eine angeregte Diskussion entwickelte sich. Viele Fragen wurden aufgeworfen. Die beiden Referenten konnten hilfreiche Tipps geben und zeigten Grundsätze der Prävention auf, die an der ASS längst Eingang ins Konzept gefunden haben.

Bürgermeister Achim Grimm beteiligte sich an der lebhaften Diskussion, insbesondere als die Vorfälle der Zimmerner Kerb angesprochen wurden. Er zeigte gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Kerbvereins, Thomas Beutel auf, welche präventiven Maßnahmen seitens der Veranstalter durchgeführt wurden. So wurde ein Bändchensystem eingeführt, um zu verhindern, dass alkoholische Getränke an Minderjährige ausgeschenkt werden. Einige Jugendliche wurden seitens des Ordnungsamtes nach Hause gebracht. „Trotzdem ist es nicht zu verhindern, dass Jugendliche sich betrinken, da in Rucksäcken Mitgebrachtes zum „Vorglühen“ benutzt wird.

Im nächsten Jahr wollen sich Gemeinde und Kerbverein verstärkt um diese „Rucksacktrinker“ kümmern, so der Rathauschef. Die Gemeinde versuche das Machbare umzusetzen. Alle Maßnahmen liefen aber ins Leere, wenn die Eltern ihre erzieherische Verantwortung nicht wahrnehmen. Nur gemeinsam greife eine sinnvolle Prävention. Schule, Gemeinde und Eltern müssten im Gespräch bleiben.

Ein Anfang ist gemacht, auf eine Fortsetzung darf man gespannt sein. J  guf

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