Professionell auch ohne eigenen Verein

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Eine ganze Woche Training hatten die Inline-Hockey-Spieler während der ersten Ferienwoche.

Groß-Zimmern ‐ Richtig professionell sehen sie inzwischen aus, die Zimmerner Inline-Hockey-Spieler. Bei den Ferienspielen muss sich Trainer Markus Psczolla nicht mehr mit den Regeln aufhalten, es geht um Spieltechniken und das Zusammenschweißen der Jungs zu einem guten Team. Von Ulrike Bernauer

Die 13- bis 18-Jährigen gleiten geschickt über die Bahn des Rad- und Rollsportvereins und schwingen ihre Schläger. Zumeist haben sie Trikots an, die etwas zusammengestoppelte Kleidung vergangener Tage ist passé. Ganz deutlich ist zu sehen: diese Jungs bewegen sich nicht nur während der Ferienspiele auf dem glatten Parkett. Ihr erstes Freundschaftsspiel gegen eine andere Mannschaft haben sie in Aussicht. Gegen die „Parkplatzmannschaft“ aus Münster werden sie Ende November antreten.

Joshua Werum hat große Lust, sich einmal mit einem anderen Team zu messen. Trotzdem ist der 17-Jährige bis jetzt damit zufrieden, mit den eigenen Mannschaftskollegen zu spielen. „Wir verbessern uns ständig beim Training und man kennt sich“, erklärt Werum. „Es ist okay, wenn es so bleibt“. Der Sportler sähe bei einem Eintritt in eine Runde für sich auch ein Zeitproblem, denn: „Wir müssten dann häufiger trainieren und ich mache auch noch andere Sportarten.“

„Wollen nicht jedes Wochenende spielen“

Josef Fügner hingegen würde gerne öfter gegen andere Mannschaften spielen. „Aber das ist schwierig“, sagt der 17-Jährige. „Es gibt ganz wenig Ligen und viele Mannschaften haben ein anderes Niveau. Entweder sind das die absoluten Profis, oder sie spielen auf Parkplätzen.“

„Die meisten Jungs wollen nicht jedes Wochenende spielen“, berichtet Jugendpfleger Psczolla. „Außerdem sind wir kein eigenständiger Verein.“, fügt er ein weiteres Manko hinzu. Gegründet und unterstützt wurde die Gruppe von der Jugendförderung, die bis jetzt für die Inline-Hockey-Spieler verantwortlich ist.

Ausgesprochen dankbar sind die Spieler und der Trainer, dass sie die Rad- und Rollsporthalle für ihr Training benutzen dürfen. Das inzwischen recht professionelle Auftreten wäre ohne diese optimalen Spielbedingungen nicht möglich. „Vielleicht ergibt sich auf Dauer gesehen ja noch eine engere Zusammenarbeit mit dem Verein“, sagt Psczolla.

Aber ganz so einfach ist das nicht, schließlich sind Hallenzeiten überall in Zimmern knapp. Die Inline-Hockey-Spieler trainieren schon jetzt bei zugehängten Fenstern. Und außerhalb des Spielfeldes stehen die ersten Kulissen. „Wenn wir am Freitag Schluss machen, dann geht es für die Rollkunstläuferinnen in die heiße Trainingsendphase für das Schaulaufen „Der kleine Tag“.

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