Kinder schreiben im JuZ eine eigene Geschichte zum „Zauberwald“

Professor Grille Taps Abenteuer

Fortsetzung: Teil 4Das junge Paar, Fee Valentina und Professor Grille Taps, hatten nun mit den Hochzeitsvorbereitungen alle Hände voll zu tun. Das Brautkleid wurde bei Amanda der Spinnerin bestellt.

Valentina wünschte sich ein weißes Kleid, mit grünen Diamanten verziert und zudem mit lila und rosa Blumen bestickt, dazu wollte sie weiße Schuhe aus Feenglitzer, mit Blumen und Edelsteinen verziert, tragen. Der Hochzeitsstrauß sollte aus roten Rosen – so rot wie die Liebe, war ihre Aussage - bestehen. Der Bräutigam wollte einen schwarzen Anzug mit weißer Krawatte, einen Zylinder und einen dazu passenden schwarzen Mantel tragen. Edle schwarze, italienische Markenschuhe aus feinstem Leder und eine weiße Rose im Knopfloch sollten den eleganten Auftritt vervollständigen.

Dann war da noch die Gästeliste. Schließlich sollte keiner der guten Freunde vergessen werden. Allen voran, als Ehrengast, Froggy Frog, Ameise Hilde, Schmetterling Willi Flügellahm, die Zwillingskobolde Tim und Tom, aber auch Professor Taps Bruder, Professor Warzenschwein Tap, durfte nicht vergessen werden, genau so wenig wie die Schwester von Valentina: Rosalinde Tausendschön und noch viele andere, deren Aufzählung hier zu lange dauern würde.

Außerdem sollten die Hochzeitsgäste nach Herzenslust tanzen können und mit schönen Melodien unterhalten werden.

Die beste Gruppe im ganzen Zauberwald war das „Orchester Grille“ und natürlich durften auch die besten Sänger unter den Vögeln nicht fehlen. Ihr seht schon, wie viel bedacht werden musste. Und da waren auch noch die Ringe! Endlich hatten sie nach längerem suchen wunderschöne goldene Ringe mit kostbaren grünen Diamanten, passend zum Kleid der Braut, gefunden. Der Bräutigam hatte sie im Schlafzimmer seines Hauses auf dem Nachttisch aufgebaut. Eines Tages aber - die Brautleute hatten, da es am Abend sehr spät geworden war, die Nacht gemeinsam verbracht - mussten sie feststellen: die Ringe sind weg. Wie konnte das geschehen sein? Beide hatten fest geschlafen und nichts mitbekommen. In aller Eile und ohne Frühstück machte sich Professor Taps an die Verfolgung, mit Hilfe der Hängematte Dolores Kokolores, die sich noch immer in seinem Besitz befand, da er noch keine Zeit gehabt hatte, sie Froggy Frog zurück zu bringen. Anfangs hatte er Glück und konnte die Spuren von zwei Personen verfolgen. Die Räuber waren über die grünen Berge geflüchtet. Immer wieder musste er aufpassen, nicht zu tief zu fliegen und an den Bergspitzen hängen zu bleiben. Dass er es mit zwei sehr gerissenen Dieben zu tun hatte, merkte er, weil die Spuren zum Fluss Eilmitweil führten. Nun wäre hier die Verfolgung gescheitert, wenn es nicht einen glücklichen Zufall gegeben hätte: Die Diebe hatten vor der Flussüberquerung ihre Schuhe ausgezogen, aber in der Eile vergessen mitzunehmen. Professor Taps flog also eine Schleife, griff sich die Schuhe und überquerte dann dank seiner Zauber-Hängematte den Fluss. Nicht lange und er näherte sich der Stadt Kunterbunt. Seiner Überlegung nach konnten die Diebe nur dort hin geflüchtet sein, um zwischen den Bewohnern unterzutauchen. Er landete und sah schon von weitem eine riesige Menschenmenge, die zum Marktplatz eilte. Die Bewohner waren offensichtlich über irgend etwas sehr aufgeregt. Beim näher kommen erkannte er auch warum: Die beiden Räuber hatten, weil sie so in Eile waren, das auf dem Marktplatz ausgestellte „Ei des Kolumbus“ umgeworfen und zerstört. Kein Wunder also, dass die „Kunterbunter“ sauer waren. Professor Taps überlegte kurz und entschloss sich, zuerst in den Eierschalen nachzusehen. Da diese so riesig waren, konnten sich bequem zwei Diebe darin verstecken.

Und siehe da, da saßen die beiden, barfuß und zusammengekauert. Als sie den Professor sahen sprangen sie auf und wollten flüchten. „Haltet die Diebe!“ rief Taps verzweifelt und die Umstehenden ergriffen die beiden Räuber und hielten sie fest. Die Polizei wurde gerufen und Professor Taps erhielt endlich seine Ringe zurück, die einer der Räuber in der Hosentasche verstaut hatte. Überglücklich machte er sich auf den Heimweg zu Valentina. Er freute sich sehr, sie bald in die Arme zu schließen und von seinem Erfolg zu berichten.

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