Mit „QuerBeat“ swingen und tanzen

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Chorleiter Werner Utmelleki will auch weiterhin Hahn im Korb bleiben. „Querbeat“ präsentiert am Sonntag sein erstes Konzert in der Dieburger Ludwigshalle.

Groß-Zimmern/Dieburg - Der Name ist Programm: „QuerBeat“, hinter diesem Titel verbirgt sich ein Damenensemble, das sich stilistisch in keine „Schublade“ stecken lässt. Rock, Pop, Jazz, hie und da ein Gospelsong, gehören zum Repertoire. „Wir sind kein normaler Chor“, versucht sich Ensemblemitglied Ingeborg Klages mit einer Charakterisierung. „Jedes Stück für sich ist ein Event“, verspricht Dirigent Werner Utmelleki. Von Ursula Friedrich

Beim Termin in der Albert-Schweitzer-Schule in Groß-Zimmern gibt es eine Kostprobe: Vom herkömmlichen Bild einer starren Sängertruppe auf der Bühne muss man sich lösen, hier wird geswingt, getanzt, kurzum, ein neuer Weg beschritten. „Wir suchen die Nähe zum Publikum, denn unsere Freude am Singen soll auf die Zuhörer überspringen“, beschreibt Klages. Noch ist nicht alles perfekt, doch Perfektionist Utmelleki feilt mit seinen Frauen an den Feinheiten. Schließlich geht es am Sonntag, 21. Juni, zum ersten eigenen Konzert in die Ludwigshalle nach Dieburg.

„Ich habe Lampenfieber“,gesteht Chorsängerin Ruth Stolze, obwohl sich der Chor nicht zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert. Im kleineren Rahmen sowie bei gemeinsamen Konzerten mit anderen Chören testeten die 14 Frauen schon einmal ihre Wirkung auf das Publikum. Die Truppe ist bunt gemischt: Hier singen Frauen zwischen 25 und 55 Jahren.

Karten für das Konzert von „QuerBeat“ gibt es im Vorverkauf in der „Bücherinsel“ in Dieburg oder direkt in der Ludwigshalle.

Weitere Informationen rund um den Chor liefert die Homepage.

Hahn im Korb ist Dirigent Utmelleki, der eigentlich studierter Kirchenmusiker ist und zeitweise bis zu zwölf Chöre leitet. „Ich wollte weg vom klassischen Repertoire“, erläutert er. Da kam ihm die Ambition der Dieburgerin Ruth Weber sehr recht, die in der Geburtsstunde vor gut zwei Jahren zahlreiche passionierte Frauen um sich scharte.

„Es ist wichtig, dass man sich nicht spezialisiert und in eine Sackgasse gerät“,sagt der Dirigent, der in anderer Hinsicht jedoch sehr festgelegt ist: Er möchte einziger Mann im Team bleiben. Grund hierfür: die Art, wie die Frauen an Neues heran gingen und keine Scheu vor der choreografischen Umsetzung ihres Liedguts hätten, das sei toll, und Männer seien meist befangener. Eine gute Sopran-Stimme könnte „QuerBeat“ jedoch noch gebrauchen.

Allerdings müssen Bewerber wissen: Dieser Chor hat sich die Messlatte ganz hoch gelegt. Davon kann sich das Publikum am Sonntag, 21. Juni, ab 18 Uhr in der Ludwigshalle überzeugen.

Rock, Pop, Swing und Jazz, als tolles Event verpackt, versprechen die Chormitglieder und stimmen dabei auch mal einen Gospelsong an. „Oh happy day“, was sonst passt besser in diesen Kontext?

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