Neuer Weg entlang der Landesstraße 3115

Radler auf der sicheren Seite

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Landrat Klaus Peter Schellhaas, Zimmerns Bürgermeister Achim Grimm, die Bürgermeisterin von Roßdorf, Chrístel Sprößler, die Landtagsabgeordnete Heike Hoffmann sowie Andreas Moritz von Hessen Mobil (von links) hatten die Ehre, den Radweg durch ein fünffaches Schnipp freizugeben.

Groß-Zimmern/Gundernhausen - „Radfahren kommt dem Flug der Vögel am nächsten,“ soll der amerikanische Naturforscher Louis J. Halle gesagt haben, und zunehmend mehr Menschen bewegen sich mit dem Rad. Zwischen Groß-Zimmern und Gundernhausen ist dies nun sicherer geworden.

Am Freitagvormittag war es soweit, der Radweg zwischen Groß-Zimmern und Gundernhausen ist offiziell eröffnet worden. Radfahrer nutzten die Landesstraße 3115 schon immer, um von Groß-Zimmern nach Gunderhausen und umgekehrt zu gelangen, jetzt allerdings radeln sie auf der sicheren Seite. Im Zuge der Sanierungsmaßnahmen an der L3115 war auch der Radweg mit eingeplant und gebaut worden.

„Was lange währt, wird endlich gut“, freute sich Groß-Zimmerns Bürgermeister Achim Grimm (CDU), der sich erinnerte, dass der Radweg schon 2005 ein Thema gewesen war. Nun gehe er bald in seine dritte Amtszeit und freue sich, dass er den Radweg nun doch erleben könne. Die Landesstraße sei viel befahren – und das auch von Radfahrern, wie er sich selbst praktisch täglich überzeugen könne. Grimm wohnt sozusagen an der Strecke.

Landrat Klaus Peter Schellhaas (SPD) schickte einen Dank an das Hessische Parlament, das den gesonderten Weg für die Radler finanziert habe. Insgesamt habe die gesamte Baumaßnahme, also auch der Auftrag einer neuen Asphaltschicht auf der Fahrbahn für die Autofahrer 1,13 Millionen Euro gekostet. Der Radweg selber führt fast vollständig parallel zur L 3115, lediglich kurz vor Gundernhausen verlässt er die Landesstraße, ein Feldweg führt dann direkt in den Ort.

Genutzt wurde die Strecke aber bereits bis heute von vielen Radfahrern: Rund 180 Radler an einem Tag wurden bei einer Verkehrszählung 2005 auf der L 3115 festgestellt, bei einem Verkehrsaufkommen von rund 4000 Kraftfahrzeugen in 24 Stunden. Damit waren die Grenzen für einen separaten Radweg erfüllt, der damit auch der Erhöhung der Verkehrssicherheit dient. Das Verkehrsaufkommen ist in den vergangenen zwölf Jahren mit Sicherheit auch nicht geringer geworden.

Landrat Schellhaas wünschte sich noch mehr Radwege für den Landkreis. Ganz explizit sprach er die B26 an. Er hoffe, dass man bei deren Ausbau zwischen Altheim und Babenhausen auch einen Radweg mit einplanen könne. Es selber habe sich noch aufs Fahrrad gesetzt, da gab es noch kaum Gangschaltungen. Heute führen viele E-Bikes, dadurch würde sich der Fahrradverkehr noch ausweiten, weil auch Ältere sich mit der Elektromotorhilfe wieder verstärkt auf das Rad setzten.

Unbehelligt von Autos können Radfahrer – hier die Zimmerner Astrid Geiß, Friedrich Faust und Jörg Lüdemann – nun auf ihrem eigenen Weg von Groß-Zimmern nach Gundernhausen fahren. -

Aber erst einmal mussten zwei Radler, Bernd und Sonja Heyer aus Roßdorf, ein wenig warten. Landrat Schellhaas, Bürgermeister Grimm, die Landtagsabgeordnete Heike Hoffmann (SPD), Roßdorfs Bürgermeisterin Christel Sprößler (SPD) und der Regionalbevollmächtigte von Hessen Mobil Südhessen, Andreas Moritz schnitten gemeinsam das Band durch, das die beiden Heyers an der Weiterfahrt hinderte. Die beiden konnte es verschmerzen, als Entschuldigung wurden sie zu Häppchen eingeladen. Drei Groß-Zimmerner haben den neuen Radweg übrigens auch gleich ausprobiert. Astrid Geiß, Friedrich Faust und Jörg Lüdemann sind zur feierlichen Einweihung der Strecke standesgemäß mit dem Radl gekommen. (bea)

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