Fertigstellung des Pausenhofs der Friedensschule stockt

Rätsel um Finanzierung

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Das Betreuungsgebäude der Friedensschule ist von außen fertiggestellt. Auch der direkt an das sanierte Gebäude angrenzende Teil des Schulhofes ist bereits neu gestaltet. Wann der restliche Teil um die Turnhalle herum saniert wird, steht allerdings zurzeit noch in den Sternen.

Groß-Zimmern -  Ein Schulfest ist eigentlich zum Feiern da. Das Schulfest der Friedensschule nutzten Elternvertreter aber auch zu einer politischen Forderung.

Sie legten eine Unterschriftenliste aus, in der sie die Gemeinde Groß-Zimmern und das DA-Di-Werk auffordern, „die Schulhofgestaltung entsprechend der vorliegenden Pläne zeitnah umzusetzen“. Nicht nur die Fertigstellung des vorderen Gebäudes der Friedensschule an der Wilhelm-Leuschner-Straße, das Mensa und Betreuung aufnehmen soll, verzögert sich. Auch die Sanierung des Schulhofes, der zwischen den beiden Gebäuden liegt, stockt. Die Kinder können zurzeit nur den westlich des Unterrichtsgebäudes gelegenen Bereich nutzen.

Während es sich beim Betreuungsgebäude hoffentlich nur um eine Verzögerung um ein paar Wochen handelt, sieht es beim Schulhof anders aus. Hier herrscht ganz offensichtlich Unklarheit über die Finanzierung. Normalerweise ist der Landkreis für die Schulen zuständig und damit auch für die Schulhöfe. In Groß-Zimmern sollten allerdings auch Mittel aus dem Programm der „Sozialen Stadt“ beigesteuert werden. Schon im Jahr 2013 plante die Gemeinde, das Geld zu beantragen. Schulleiter Axel Pucknat fragt nicht nur sich, sondern auch Groß-Zimmerns Bürgermeister Achim Grimm (CDU) und den Landkreis, wo denn nun die anvisierten Mittel von damals 300 000 Euro geblieben sind.

Bei einer Podiumsdiskussion Ende Oktober 2013 gab Schuldezernent Christel Fleischmann als Ziel vor, dass die Sanierung und die Umgestaltung des Schulhofes Hand in Hand laufen sollten. Die Schule könne damit auch früher beginnen, die Leitung solle sich lediglich mit dem Landkreis abstimmen, so die damalige Forderung des Schuldezernenten. In der Podiumsdiskussion zeigten sich sowohl der damalige Projektleiter der „Sozialen Stadt“, Tobias Lauer, als auch Jugendpfleger Tom Hicking zuversichtlich, dass die Finanzmittel für den Schulhof im Jahr 2015 zur Verfügung stehen werden.

Fragt Schulleiter Pucknat jetzt nach, wo die 300 000 Euro bleiben, schieben sich Gemeinde und Landkreis den schwarzen Peter zu. Der Pressesprecher des Landkreises, Peter Weber, hat auf Nachfrage des Lokalanzeigers mitgeteilt, dass im Wirtschaftsplan des Landkreises für 2017 150.000 Euro, unter anderem für die Kanalsanierung zur Verfügung stehen. „Die als Refinanzierung aus dem Projekt Soziale Stadt von der Gemeinde zugesagten Mittel stehen jedoch nicht mehr zur Verfügung. Diesbezüglich muss die Gemeinde weitere Auskunft geben“, heißt es in einer E-Mail. Der Landkreis plane daher, den Pausenhof wieder so herzustellen, dass er nutzbar ist und eine Sanierung dann sukzessive in Abschnitten durchzuführen ist.

Bürgermeister Grimm teilt auf Nachfrage mit, dass die Schulhofsanierung Sache des Landkreises sei. Man werde im Rahmen der „Sozialen Stadt“ versuchen, Mittel zu beantragen, in der Hoffnung, dass die Maßnahme noch einmal in die Verlängerung geht. Die Finanzmittel aus dem Programm fließen im Jahr 2017 allerdings in die Neugestaltung des Rathausplatzes. Grimm setzt also auf das Jahr 2018. Schulleiter Axel Pucknat hingegen wundert sich. Schließlich sollten die Mittel für den Pausenhof ja schon im Jahr 2014 beantragt werden. J(bea)

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