Klein-Zimmerner Wehr feiert Florianstag

In der Regenpause heißt es „Wasser marsch“

Die Jugendwehr beeindruckte mit einer Schauübung. Fotos: Friedrich

Klein-Zimmern - Ob der Heilige Florian bei diesem Wetter vor die Tür getreten wäre? Klein Zimmerns Bevölkerung tat es. Trotz kräftiger Regengüsse folgten die Bürger der Einladung des Feuerwehrvereins, um gemeinsam mit den Kameraden den 26. Florianstag zu feiern. Von Ursula Friedrich

Die Fahrzeughalle der Feuerwehr wurde kurzerhand zur Festhalle umgestaltet und zwei zusätzliche Zelte sorgten dafür, dass alle gut beschirmt feiern konnten.

Zum traditionellen Festauftakt marschierten die Kameraden in die Pfarrkirche, wo es Pfarrer Christian Rauch gelang, den Bogen von der Wehr zum Christentum zu spannen. Was den einen der Hydrant sei, sei den anderen die Kirche - zwei unterschiedliche Quellen mit dem Ziel, Leben zu retten. Nach der Totenehrung auf dem Friedhof begann der gesellige Teil des Festes.

Bereits zum 26. Mal sorgte der KKM zu diesem Anlass über viele Stunden für schwungvolle Unterhaltungsmusik. Den weitesten Weg zur Feier hatte der Ehrenvorsitzende Mike Bennett zurück gelegt, der mit Ehefrau Lisa aus New-Mexiko einflog.

„Wir wollen an diesem Tag den Heiligen Florian, den Schutzpatron der Feuerwehr ehren“, sagte der Vereinsvorsitzende Detlef Hilse, „aber auch einen Tag der Begegnung mit der Bevölkerung feiern und unseren Fördermitgliedern danken.“

Eine stattliche Zahl von 450 Menschen unterstützt die Arbeit der Wehr mit ihrem Vereinsbeitrag. Für 25 Jahre passive Mitgliedschaft wurden Bertram und Iris Bürger sowie Christian Kaiser geehrt. Bereits 40 Jahre ist Herbert Remdisch Fördermitglied und Matthias Werner gar 60 Jahre dabei. Von den angesparten Beiträgen aber auch den Einnahmen der Floriansfeste gelang es dem Verein immer wieder technisches Equipment anzuschaffen.

Um dies zu demonstrieren, wurde der kleine Gabelstapler vor versammeltem Publikum vorgefahren – er leistet unter anderem beim Hochwasserschutz gute Dienste. Von den aktuellen Einnahmen soll eine Wärmebildkamera finanziert werden – die Kommune ist mit 50 Prozent an den Anschaffungskosten beteiligt. „Die Kamera dient dazu, Brandherde zu lokalisieren oder Personen zu finden“, erklärte Wehrführer Markus Gessner.

Wie einsatzfreudig bereits der Nachwuchs ist, zeigte die Jugendwehr bei einer Schauübung, als der Regen eine Pause eingelegt hatte.

Bei jungen Gästen punkteten die Floriansjünger außerdem mit Spieleangeboten. Ältere Bürger wussten das tolle Kuchen- und Tortenbüfett, sowie das traditionell servierte Gyros mit Zaziki zu schätzen.

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