Rennräder ausverkauft

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Svenja Pertzsch ist ganz begeistert von ihrem neuen Fahrrad. Ihr Vater, Thomas Pertzsch, unterzieht es einer genauen Prüfung und die Oma, Sieglinde Kühnel, hat ein Ostergeschenk gefunden.

Groß-Zimmern - Punkt zehn Uhr öffnen sich die Türen zur Pausenhalle der Albert-Schweitzer-Schule (ASS). Nach Ansicht der vielen Wartenden hätte das ruhig auch ein paar Minuten früher sein können. Im Laufschritt eilen die ersten zu Verkaufsgegenständen und im Nu waren im Wesentlichen Fahrräder, aber auch Dreiräder, Fahrradanhänger oder Inline-Skater von Interessenten umringt. Von Ulrike Bernauer

Die Fahrradbörse hatte wieder viele Käufer angelockt. Nur kurze Zeit nach Einlass hatten die ersten schon einen passenden Drahtesel gefunden und standen an der Kasse an. „Den Preis setzt der Verkäufer fest“, sagte Jugendpfleger Tom Hicking. Die Kinder- und Jugendförderung veranstaltet den Markt zum zweiten Mal.

Linda Kulb lenkt ihr Fahrrad nach draußen. „Das haben wir jetzt für 55 Euro erstanden“,erklärt Vater Matthias Kulb,

„Für diesen Preis ist es ein gutes Rad. Linda hat noch ein besseres, mit dem hier wird sie künftig zum Bus fahren. Das kann sie ruhig dann an der Haltestelle stehen lassen“.

Auch Ulrich Bonobus ist fündig geworden. Für seinen Sohn hat er eine Osterüberraschung gekauft.

Aus Roßdorf sind Karl und Anni Aal gekommen, sie haben ein Rad für den fünfjährigen Enkel Finn erstanden. „So kann er künftig bei uns auch fahren, wenn er zu Besuch ist“.In Beerbach, wo Finn zu Hause ist, hat er nämlich schon ein Fahrrad.

Zu spät gekommen ist Peter Urban. Er wollte sich nach einem Rennrad umschauen, „aber die waren alle schon weggeradelt“, lacht der Mann vom Computerverein Doppelklick. Dabei ist Urban bereits 10 Minuten nach der Öffnung der Börse da gewesen. „Heute musste man schnell sein“, sagt Hicking. „Die Zahl der Interessenten überstieg die der Angebote nämlich deutlich, das Hauptgeschäft lief in der ersten halben Stunde“.Svenja sitzt auf einem gelb-blau-roten Rad und Vater Thomas Pertzsch unterzieht den Drahtesel einer genauen Prüfung.

Es ist bereits das zweite Rad, das die Pertzschs für die Fünfjährige auf der Fahrradbörse kaufen. „Wir waren das letzte Mal auch zufrieden“,sagt Kerstin Pertzsch und ihr Mann fügt hinzu, „wenn man handwerklich geschickt ist und noch einen Opa hat, der schweißen kann, kann man auch kleine Mängel gut beseitigen“.

Und wenn die Oma Sieglinde Kühnel das Fahrrad dann noch zu Ostern schenkt, ist das Geschäft perfekt.

Zufrieden sind die vielen Helfer der Kinder- und Jugendförderung. Gut zwei Drittel der angebotenen Gegenstände sind schnell verkauft und in die Kasse für die und Jugendarbeit hat die Aktion 480 Euro gespült.

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