Renoviertes St. Barbara-Haus eingeweiht

Fester Stand und offen für Neuerungen

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Das ehemalige Pfarrhaus in Klein-Zimmern wurde nach der Renovierung in St. Barbara-Haus umbenannt.

Klein-Zimmern - Seit dem Auszug von Pfarrer Herbert Wendt war das katholische Pfarrhaus in Klein-Zimmern verwaist. Lange wusste man nicht, was mit dem Haus geschehen sollte. Von Ulrike Bernauer 

„Vermieten wir es oder verkaufen wir es oder nutzen wir es für ortsansässige Gruppen?“, diese Frage zitierte Pfarrgemeinderatsmitglied Johannes Wreesmann am Samstag rückblickend. Man entschied sich, das Haus zwar zu behalten, aber auch die Vermietung wurde zumindest teilweise eingeführt. Im oberen Stock fand eine Asylbewerber-Familie eine neue Bleibe. Am Samstag wurde das sanierte Pfarrhaus eingeweiht.

Neben dem neuen Zweck bekam das Gebäude auch einen Namen: „St. Barbara-Haus“ heißt es künftig. Über den Namen freut sich besonders Gemeindereferentin Jutta Moka. „Es ist gut, dass das Haus einen christlichen Namen bekommen hat.“

Moka erläuterte den Besuchern der Einweihungsfeier den Bezug zur Heiligen. „Barbara stand fest zu ihrem Glauben, war aber auf der anderen Seite auch offen für Neuerungen.“ Das Bekenntnis zum christlichen Glauben war nicht nur im frühen dritten Jahrhundert wichtig, so Moka, bis heute sei es von großer Bedeutung. „Schon mit der Namenswahl machen wir deutlich, zu wem wir gehören, und zeigen, dass wir in unserem Denken und Handeln offen sind.“

Ein Quartett des katholischen Kirchenmusikvereins umrahmte musikalisch die Einweihung.

Günther Wanko erinnerte an die Anfänge des Hauses. 1967 war es zusammen mit der Kirche erbaut worden und hatte bis 2011 als Wohnort für Pfarrer gedient. Es war aber auch sanierungsbedürftig. Durch eine nicht ordnungsgemäß angebrachte Blechabdeckung war Feuchtigkeit eingedrungen, der Schaden wurde behoben. Das ehemalige Wohnzimmer wurde als „Raum der Begegnung“ hergerichtet und mit einer Akustikdecke versehen, auch die Küche wurde erneuert. „Ich wünsche, dass das Haus eine Mitte für die Pfarrgemeinde wird und durch viele Veranstaltungen und Treffen beseelt wird“, so Wanko. Dem stimmte Wreesmann zu: „Wir haben die Räumlichkeiten, jetzt müssen sie noch mit Leben gefüllt werden.“ Wreesmann berichtete von seinen Bedenken, dass man mit dem Haus über zu viel Platz verfügen könnte, sagte aber auch: „Jetzt bin ich froh, dass wir das Gebäude behalten haben.“

Pfarrer Christian Rauch segnete das St. Barbara-Haus und gab den Arbeiten den letzten Schliff, indem er im Raum der Begegnung das Kreuz an der Wand anbrachte. Musikalisch umrahmte mit Lea Wreesmann, Felicitas Höptner, Janko Wilzbach und Thomas Martin ein Quartett aus dem Jugendorchester des katholischen Kirchenmusikvereins die feierliche Einweihung. Pfarrer Herbert Wendt, der letzte im Haus ansässigen Pfarrer, war zur Feier ebenfalls nach Klein-Zimmern gekommen.

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