Ortsvereinturnier im Pétanque lockt 13 Mannschaften auf den Platz

Zwischen Kugeln und „Schweinchen“ 

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Gutes Augenmaß und viel Feingefühl sind erforderlich, um die Kugel möglichst dicht am Schweinchen (gelbe Kugel) zu platzieren.

Groß-Zimmern - Auf dem Pétanque-Platz in der Bahnstraße herrschte geschäftiges Treiben. Es wurde geworfen und gemessen, gescherzt und gelacht und mitunter war die Spannung beim Ortsvereinturnier hoch.

Gelingt es, die Kugel des Gegners zu treffen und damit wegzustoßen und letztendlich doch noch einen Punkt zu ergattern, fragten sich die Hobbysportler immer wieder. Am Sonntag hatte der Pétanqueverein zu seinem Ortsvereinsturnier geladen, an dem 13 Mannschaften teilnahmen. Als Vertreter der Stadt begrüßte neben dem Vereinsvorsitzenden Michael Gerdon der erste Beigeordnete Friedrich Faust die Spieler.

Die Regeln waren schnell erklärt, zumal die meisten Spieler sich durchaus nicht zum ersten Mal auf dem Platz befanden. Die Kugeln, jeder der drei Spieler einer Mannschaft hat zwei davon, sind so nahe wie möglich an der viel kleineren und bunten Zielkugel – auch Schweinchen genannt – zu platzieren. Punkte geben dann die Kugeln einer Mannschaft, die am nächsten am Schweinchen liegen. Es war also Augenmaß und viel Gefühl beim Werfen vonnöten. Die Teilnehmer kämpften hart und mitunter wurde sogar das Maßband gezückt, um wirklich genau zu ermitteln, welche Kugel dem Schweinchen am nächsten lag.

Michael Enders ist für den Kegelclub Groß-Zimmern (KSC 2000) angetreten, die Kegler haben gleich drei Mannschaften ins Rennen geschickt. „Ich habe schon zwei-, dreimal mitgespielt und mir macht das viel Spaß. Wenn ich Zeit habe, bin ich immer dabei.“ Vereinskollege Hartmut Spitzkat ist der Meinung, dass man andere Vereine auch unterstützen muss. „Ich finde das sehr positiv wenn etwas gemacht wird, wir waren auch beim Bogenschießen dabei. Das Vereinsleben ist sowieso schon zurückgegangen, deshalb muss man alle Aktivitäten unterstützen.“ Auch Wilhelm Abt schätzt das Turnier: „Es macht Spaß gegen andere Vereine zu spielen, deren Mitglieder man größtenteils kennt.“

Annie und Bernd Riwalsky sind seit zwei Jahren Mitglieder im Pétanque-Verein, sie wohnen in Darmstadt. Die beiden schwärmten von dem schönen Platz. „So etwas findet man selten, nicht nur in Deutschland, sondern auch im Ausland. Wir haben Spaß an der Geselligkeit und wir schätzen die Kraft, Genauigkeit und Konzentration, die für diesen Sport erforderlich ist.“ Am Sonntag spielte das Ehepaar nicht mit, aber es hat schon für die Vereinsmeisterschaft trainiert, die bald stattfindet.

Filippo Cicchelli und Gerardo Fagiolino spielten für die Mannschaft Terra Mia 2. Die beiden stammen aus Italien, leben aber schon lange in Groß-Zimmern. Sie sind mit ihren Eltern nach Deutschland gekommen, als sie noch Kinder waren. Demzufolge haben sie das Pétanquespielen auch erst hier gelernt. „Wir versuchen, gut zu spielen“, sagte Cicchelli. Insgesamt waren viele italienischstämmige Mitbürger am Sonntag auf dem Platz vertreten.

Die meisten Kugeln dicht an das Schweinchen hat am Ende des Tages die Mannschaft Volcano gebracht. Karlheinz Calogero, Gino Schmidt und Pepe Leandro freuten sich über ihre Trophäe in Gold. Silber sahnten die Kegler Wilhlem Abts, Hartmut Spitzkat und Michael Enders von der Mannschaft KSC1 ab, Bronze haben sich Sabine Enders, Marcel Enders und Claudia Sledz von der Mannschaft KSC2 erspielt.

Michael Gerdon überreichte nicht nur die Trophäen, sondern freute sich auch über einen entspannten Tag. Er dankte auch den Sponsoren, die das Turnier möglich gemacht haben und erinnerte daran, dass im nächsten Jahr ein Jubiläum ansteht. Am 9. September 2018 wird das 30. Ortsvereinsturnier stattfinden. (zab)

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