Bar-Rock-Nacht

Riesenparty an sechs Orten gefeiert

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Vom Rübenlager zum Partykeller: Im Dresselhof feierten die Fans der Band Rediostix.

Groß-Zimmern -  Sechs Bands. Sechs Lokalitäten. Sechs mal Riesenparty – auf diesen kurzen Nenner lässt sich die vierte Bar-Rock-Nacht in der Gersprenzgemeinde bringen. Von Ursula Friedrich

In den teilnehmenden Gaststätten wurde eine Rockfete der Superlative gezündet – rund 800 Menschen waren auf den Beinen, um die Rock- und Popmeile am Samstagabend abzuklappern. Der Streifzug vom Glöckelchenkeller über Elfi´s Dorfbrunnen, den ehemaligen Rübenkeller des Dresselhofs bis ins Restaurant Mediterraneé, die Zimmerner Stubb´ und das „PiPaPo“ war eine Reise durch die Musikgeschichte – vom französischen Chanson der 30er Jahre bis in die aktuelle Rock- und Popära.

Rock aus der Pfalz (Los Guys), Oldies aus dem Odenwald (Witchcraft) und nostalgische Schlager aus Groß-Zimmern mit dem Salon Orchester Klein Paris, boten jede Menge stilistische Abwechslung. Wer glaubte, bei Newcomerband Rediostix im Dresselhof den Höhepunkt des Gedränges erreicht zu haben, wurde vom Erlebnis in Wirtin Elfi’s Dorfbrunnen eines Besseren belehrt: Hier passte zwischen die feiernden Fans des Welkebach Duos kaum noch ein Bierdeckel.

Werbung tat kaum Not

Auch im Gewölbekeller – unter Regie des Kerbvereins floss hier das Bier literweise aus den Zapfhähnen – war zu später Stunden kaum ein Durchkommen, als die Coverband Weastpak beliebte Songs auf ihre Weise interpretierte.

Nach nur drei Veranstaltungen hat sich die Bar-Rock-Nacht derart etabliert, dass Werbung kaum Not tat. Schon Tage zuvor waren die Tickets ausverkauft, die zwar mit fünf Euro etwas teurer waren als zuvor, für das rockige Feuerwerk an sechs Veranstaltungsorten aber immer noch ein Schnäppchen waren.

Rockperformance mit Dame: Weastpak begeisterten im Glöckelchen.

Die Veranstaltung sei nicht profitorientiert, so Tim Faig, Kopf des Bar-Rock-Quartetts. Mit seinen Freunden Marc Pullmann, Feit Osiniski und Marc Faig hatte er die fetzige Veranstaltung „aus einer Bierlaune heraus“ aus der Taufe gehoben. „Unser Motto ist Musik – zum kleinen Preis – für musikalische Zwecke“, sagte Tim Faig. Der Erlös der Veranstaltung soll auch diesmal wieder einem musikalischen Zweck gespendet werden – im Vorjahr wurde ein Musikprojekt der Demenzgrupe im Mehrgenerationenhaus unterstützt.

20 Sponsoren und eine Handvoll ehrenamtlicher Helfer (darunter Sarah Kolbe, die den Flyer gestaltete), machen die Bar-Rock-Nacht außerdem möglich. Für die Musikauswahl sind die teilnehmenden Gaststätten selbst zuständig. Am Konzept soll nicht gerüttelt werden, gab Tim Faig die Parole aus. Und während die Verantwortlichen munter mit knapp 800 Gästen abfeierten, reifte die Überzeugung, dass die Veranstaltung keineswegs ausstirbt, sondern 2014 ebenso zünftig ihr kleines Jubiläum feiert.

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