Ferienspiele der Kinder- und Jugendförderung

Rollend durch die schulfreie Zeit

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Jugendliche sind in der ersten Ferienwoche im Team sportlich unterwegs in der Halle des Rad- und Rollsportvereins. Dass Hockey-Spielen auf Inlinern Spaß macht, beweisen die sportbegeisterten Kinder bei den Ferienspielen der Kinder- und Jugendförderung.

Groß-Zimmern - Helm auf, Inliner anschnallen und den Schläger fest in der Hand. Bei den Ferienspielen der Kinder- und Jugendförderung mit dem Thema Inline-Hockey sind in der ersten schulfreien Woche einige Ferienkinder vor allem auf Rollen unterwegs. Von Ulrike Bernauer

Über „eine besonders konzentrierte Atmosphäre“ schwärmte Jugendpfleger Markus Pszcolla am Dienstag. Er muss es schließlich wissen, schon seit 2008 betreut er die Ferienspiele mit dem Thema Inline-Hockey, die mindestens einmal, mitunter sogar zweimal im Jahr stattfinden. Das ist allerdings bei diesen Ferienspielen auch gut so, denn die Kinder, die sich angemeldet haben, kommen mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen. „Einige sind absolute Neulinge, ein Mädchen fährt erst seit zwei Wochen Inline-Skater, ein Junge könnte locker bei unserer Mannschaft mitspielen“, beschrieb Psczolla die Ferienspielkinder, die sich mit viel Begeisterung auf der Bahn des Rad- und Rollsportvereins tummelten.

Am Montag gab es für die 15 Kinder im Alter von acht bis 13 Jahren erst einmal die Gelegenheit, zu zeigen, was sie so auf den Inlinern drauf haben. Es wurde auch gespielt – besonders viel Spaß machte allen der Fahnenklau: Jeder Teilnehmer hatte ein Fähnchen in der Hosentasche, und die Kinder mussten versuchen, es den anderen abzujagen. Wer alle Fahnen hatte, war der Sieger. Am Dienstagvormittag hingegen stand zwischendurch Regelkunde auf dem Stundenplan. Psczolla erklärte mit seinen Ko-Trainern Nadine Coym, die sich als Ansprechpartnerin für die fünf Mädchen anbot, und Alexander Hepp, welche Möglichkeiten es gibt, ein Tor zu schießen. „Mit dem Fuß darf der Puck nicht in das Tor befördert werden. Prallt der Puck hingegen am Inliner des Torwarts ab und wird damit unabsichtlich ins Tor befördert, dann gilt das als ein Punkt“, erklärte Psczolla. Alle lauschten aufmerksam und machten anschließend auch bei den Übungen mit.

Der Schwerpunkt der Ferienspiele, die morgen enden, lag in diesem Jahr auf dem Team-Spiel. So mancher von den größeren und erfahreneren Spielern musste mitunter daran erinnert werden, dass auch noch andere mitspielen und es nicht immer zielführend ist, im Alleingang alles regeln zu wollen. Psczolla freute sich vor allem darüber, dass mit Yannick Held und Niklas Schneider sich auch noch zwei Spieler aus seiner aktiven Mannschaft bereit erklärt haben, als Trainer zu fungieren.

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2008 gab es die ersten Inlinehockey-Ferienspiele. Damals war die Begeisterung der Jugendlichen so groß, dass Psczolla eine Mannschaft gründete, die sich wöchentlich traf, um diesem schnellen Sport weiter nachgehen zu können. Die „Wild Boars“ trainieren es auch heute noch, bei ihnen spielen auch Held und Schneider mit. Schon seit einiger Zeit gibt es auch eine zweite Mannschaft, bei der die Jüngeren im Alter von acht bis 13 Jahren spielen. Die Ferienspiele sorgen immer wieder für Nachwuchs, denn es gibt einige Kinder, denen der Sport so gut gefällt, dass sie ihn auch weiter betreiben wollen. Versuche, die Inlinehockey-Spieler in den Rad- und Rollsportverein zu integrieren, sind dabei jedoch nicht von Erfolg gekrönt gewesen. Die Kinder und Jugendlichen spielen also unter dem Schirm der Kinder- und Jugendförderung.

Jugendpfleger Psczolla freute sich, dass auch einige Flüchtlingskinder mit viel Begeisterung dabei waren. Neben den Übungen mit Schläger, Puck und den Unterweisungen in der Theorie, gehen die Kinder mitunter auch mal raus an die frische Luft. „Bei dem schönen Wetter macht das Ball- oder Frisbee Spielen auf dem Rasen hinter der Halle viel Spaß“, erklärte der Jugendpfleger. Aber vor allem eines sei sicher: „Alle freuen sich auf den Freitag, da gibt es dann das große Abschiedsspiel.“

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