Sternsinger bereiten großen Einsatz vor

Rollentausch bei Königen

Robin, Lena, Julia, Annika, Sarah und Judith (von links) werden in einer Sternsingergruppe durch die Straßen ziehen.

Groß-Zimmern - Weihnachten ist vorbei und schon steht für die Kinder die nächste kirchliche Aktion vor der Tür. Die Sternsinger machen sich bundesweit bereit und da dürfen auch die jungen Katholiken aus Groß-Zimmern nicht fehlen. Von Ulrike Bernauer

Am Donnerstagvormittag trafen sie sich im Pfarrzentrum, um die Lieder einzustudieren, die Gruppen zu bilden und - ganz wichtig - ihre Kostüme auszusuchen.

Robin, Lena, Julia, Annika, Sarah und Judith haben es erstmal nicht leicht, die Rollen zu verteilen. Sie sind zu sechst, aber eigentlich gibt es bei einer Sternsingergruppe nur vier Akteure, den Sternträger und die Könige Caspar, Melchior und Balthasar. Da sich die Kinder aber nicht trennen wollen, einigen sie sich darauf, zwei Personen doppelt zu besetzen.

Die meisten von ihnen werden am ersten Januarwochenende nicht zum ersten Mal durch die Straßen Groß-Zimmerns ziehen, Annika beispielsweise wird zum dritten Mal als Sternsingerin unterwegs sein.

Brauner Umhang und goldene Kopfbedeckung

Für die Älteren unter den Kindern gehört der Einsatz automatisch zum Kirchenjahr. Zum siebten Mal will Julian mitlaufen. „Ich war schon immer der Caspar“, erzählt er zufrieden. Julian hat sich einen braunen Umhang ausgesucht und eine goldene Kopfbedeckung. Lea hingegen braucht von den Jungen, sie ist in ihrer Gruppe neben Julian, Moritz und Raimondo das einzige Mädchen, noch einen Tipp, welche Kopfbedeckung zu ihrem roten Mantel wohl am besten passt.

Die Lieder, die in diesem Jahr gesungen werden, müssen auch noch einstudiert werden. Claudia Unterleider übt Texte und Melodien mit den Kindern, während Monika Halbig beim Kostüme aussuchen behilflich ist. Christiane Röschner hat ganz zu Anfang einige Spiele mit den Kindern gemacht, damit sie sich noch ein wenig besser kennenlernen können.

Film über das Land Tansania

Es ist nicht das erste Treffen für die Sternsinger für die Saison 2013. Sie haben sich bereits am Donnerstag, 20. Dezember, in der Friedensschule getroffen. Dort haben sie einen Film über das Land Tansania gesehen, dessen medizinische Versorgung in diesem Jahr im Mittelpunkt der Sternsingeraktion steht.

„Der Film war für die Kinder der Funke, der überspringt, damit sie wissen, wofür sie sich engagieren“, so Röschner.

Vier Gruppen werden auch in diesem Jahr wieder von Tür zu Tür ziehen, ihre Lieder singen und die Segensbitte an die Tür schreiben. Bereits am Freitag fahren die Zimmerner Kinder nach Würzburg, wo im Dom die bundesweite Sternsingeraktion feierlich eröffnet wird.

Einige Zimmerner Sternsinger reisen in diesem Jahr allerdings noch weiter. Sie fahren nach Berlin und werden dort auch Bundespräsident Joachim Gauck sehen.

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