90-Jährige fühlt sich durch und durch als Zimmernerin

Rosel Herbert freut sich über Leben in der Stube

Offenbach-Post

Groß-Zimmern - (bea) Heiter blickt die Jubilarin in die Kamera. Stolze 90 Jahre alt ist Rosel Herbert am Sonntag geworden, das sieht man ihr gewiss nicht an. Ihren runden Geburtstag feierte sie mit den zahlreichen Verwandten, aber auch Nachbarn und Freunde waren zum Gratulieren gekommen.

In Dieburg wurde sie 1919 geboren, aber Rosel Herbert fühlt sich durch und durch als Zimmnerin. Schließlich kam sie schon mit 19 Jahren in die Gersprenzgemeinde, nachdem sie ihren Johannes geheiratet hat. Seit 1970 lebt sie zusammen in einem Haus mit ihrem Sohn Manfred und der Schwiegertochter Blanka. Zwei Enkel und drei Urenkel kamen am Sonntag ebenfalls zum Gratulieren.

Viele Jahre hat die Jubilarin in Münster bei Reis bei der Lederwarenherstellung gearbeitet. Später hat sie bei ihrem Onkel, Klaus Nennhuber, in der Backstube kräftig mitgeholfen, bis sie in den wohlverdienten Ruhestand ging.

Ihr Ehemann Johannes begleitete sie noch etliche Jahre in der Rente, bis er vor zehn Jahren starb.

Nach ihren Hobbys befragt, berichtet Rosel Herbert, dass sie viel und gerne kegelte oder stickte. Mit dem großen Garten rund ums Haus hatte sie nicht viel zu schaffen. Als sie noch besser laufen konnte, besuchte sie gerne die Ortsmitte, um sich mit den Zimmernern zu unterhalten - schließlich kennt sie im Ort Gott und die Welt.

Das Haus kann sie heute nicht mehr selbständig verlassen. Aber bei ihrer Schwiegertochter und dem Sohn ist sie schließlich in besten Händen.

Ihren Geburtstag genoss die Jubilarin sehr, war so doch einmal wieder so richtig Leben in der guten Stube.

Kommentare