Rot-weiß dominiert und holt den Pokal

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Die Sieger formierten sich fürs Foto.

Groß-Zimmern - Ausholen mit Schwung, den kleinen weißen Ball getroffen und.... wieder fliegt der daneben. Der blau-weiße Kerbborschte ist bemüht, mit der kleinen Kugel die Beinstütze eines hölzernen Fußballspielers zu treffen. Verschwindet dieser Halt, dann kickt das Holzbein einen bereitliegenden Fußball und der sollte dann ins Tor gehen. Irgendwann gibt der Kerbborscht auf. Von Ulrike Bernauer

Sein Jahrgangskollege trifft beim ersten Schlag das Holzstück und zack landet der Ball im Tor. Mit List und Tücke, aber auch Witz und Phantasie sind die Bahnen beim speziellen Minigolfturnier des Jahrgangs 1970/71 aufgebaut. Ein Waschbecken gilt es zu treffen, in dem der Ball im Abfluss verschwindet, oder an anderer Stelle wird die Eingangstür eines kleinen Holzhauses geöffnet. Die Hütte ist neu im Parcours und soll das PiPaPo darstellen.

Die Farben Rot, Blau und Grün dominieren das Bild auf dem Rasen in der Grünen Mitte, der Vormittag des Minigolfturniers gehört traditionell den Kerbborschte-Jahrgängen. Die tummeln sich auch in Scharen nicht nur auf dem Rasen, sondern noch mehr vor dem Zelt, in dem es Speisen und Getränke gibt.

So richtig gut ist die Stimmung und das Wetter spielt auch mit. „Ich hatte hier richtig Matsch erwartet“, sagt eine Teilnehmerin (zwei Damenmannschaften dürfen auch mitspielen) und freut sich, dass sie sich geirrt hat.

Neu beim Turnier das Jahrgangs 1970/71 war diesmal eine Miniatur des bei den Kerbborschte sehr beliebten PiPaPo.

„Wir gewinnen“, sagt Jochen vom Jahrgang 1967/68 voller Überzeugung, auch wenn sein Team erst bei der zweiten Station angelangt ist. Zum Gewinner erklärt vorab auch Stefan Vonderschmidt, Kerbvadder 2005, seine Mannschaft. Er hilft beim Jahrgang 1985/86 aus, die brauchten noch einen vierten Mann. Der älteste Jahrgang des Turniers hat es sich derweil auf den Bänken gemütlich gemacht. Auch die Herren des Jahrgangs 1958/59 reklamieren den Sieg selbstverständlich für sich. „Wir haben schon einmal gewonnen und wissen, wie das geht. Unser Ehrgeiz ist trotz des hohen Alters ungebrochen“, erklärt Meinhard Wiedekind, in Zimmern besser bekannt als „Äppelboom“. Fertig mit dem Spiel sind die Senioren des Turniers schon länger. „Mir sind immer zeitig, mir brauche net mer so viel Schlaf“, nimmt Wiedekind sich selbst und seine Jahrgangskollegen auf die Schippe. Spaß macht es allen 15 teilnehmenden Jahrgängen, kein Wunder bei den phantasievollen und ausgeklügelten Bahnen, die sich der Jahrgang 1970/71 hat einfallen lassen. Die tatsächlichen Sieger sind dann aber am Ende des Turniers doch andere. Aufs Siegertreppchen steigt der Jahrgang 1982/83.

Mit 117 Schlägen waren diese Kerbborschte am treffsichersten. Auf Platz zwei folgt der Jahrgang 1971/72, und dritte - mit 121 Schlägen und nur einem Punkt Unterschied - sind die 1961/62er. Bester Einzelspieler ist mit 18 Schlägen Matthias „Gysi“ Geiß vom Team der 1977/78er.

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