Noch keine Baugenehmigung vom Kreis

Ruhig liegt der Festplatz

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Auf dem Festplatz soll eine Kindertagesstätte entstehen.

Groß-Zimmern - Derzeit ist es recht ruhig geworden um die geplante sechszügige Kindertagesstätte, die auf dem Festpatz entstehen soll. Von Ursula Friedrich

Die Gemeindevertreter feilten über Monate an den Entwürfen, um mit einem Kitaneubau dem ab 2013 geltenden Rechtsanspruch von Kindern ab zwei Jahren auf einen Betreuungsplatz Rechnung tragen zu können. Die Planungen sind nun zwar abgeschlossen, doch die Gemeinde harrt in einer Warteschleife aus.

Warum der erste Spatenstich nicht erfolgt? Noch hat das Kreisbauamt nicht grünes Licht für die neue Betreuungseinrichtung gegeben, die Kinder über drei Jahren in zwei Gruppen sowie Knirpsen unter drei Jahren (U 3) in vier Gruppen ab August Betreuungsplätze bieten soll.

Und: Der Landkreis hat seine frühere Zusage über Fördergelder in Höhe von 366 000 Euro zurückgezogen. Dies sei allerdings eine positives Signal, sagte Bürgermeister Achim Grimm, der auf noch höhere Zuschüsse hofft. Dieses Geld stammt vom Land Hessen, das den qualitätsvollen Ausbau von Betreuungsplätzen für U 3-Kinder subventioniert und wird über die hessischen Landkreise ausgeschüttet. Immerhin. Denn Hessens Kommunen sind bei überwiegend roten Zahlen im Haushalt in der Pflicht, bis August 2013 jedem Zweijährigen entweder einen Krippenplatz oder die Möglichkeit der Betreuung durch eine Tagesmutter zu bieten.

Und dies katapultiert viele der ohnehin finanzschwachen und teils hoch verschuldeten Kommunen in neue Nöte. Per Gesetz ist eine Versorgungsquote von 35 Prozent im U 3-Bereich anvisiert – faktisch haben dann jedoch alle Kinder dieser Altersklasse ein Anrecht auf Betreuung.

Die erhofften Fördermittel sollen noch 2012 an die hessischen Kreise gezahlt und je nach Antragslage an die Kommunen weiter gegeben werden, berichtet Bürgermeister Grimm. Inszwischen beschloss der Gemeindevorstand bereits erste Einsparungen an der neuen Immobilie, die mit etwa 2,7 Millionen Euro veranschlagt ist. Auf ein begrüntes Dach wird verzichtet, statt dessen Kies aufgeschüttet. Einsparpotential: 19 500 Euro. Statt Holz- oder Alufensters werden Kunststoffversionen installiert – eine deutliche günstigere Variante zu den 24 000 Euro teureren Holz- oder mit 48 000 Euro recht kostspieligen Alufenstern.

Im Büro der Kita-Leitung wird auf ein zusätzliches Fenster verzichtet. Auch die Schallsensoren in Gruppenräumen wurden gestrichen, hier wurden für die Elektrik die herkömmlichen Schalterdosen gewählt.

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