Volksbank Odenwald überreicht Spende an Förderverein

Sammeln für neue Orgelklänge

Helmut Kriha, Schatzmeister des Orgelfördervereins und Kirchenrechner (v. l.), der Vorstandsassistent der Volksbank Odenwald Christian Breunig, Dr. Manfred Göbel, 1. Vorsitzende des Orgelfördervereins St. Bartholomäus, Chorleiterin Barbara Wörtche, Claudia Unterleider, 2. Chorleiterin und für die Öffentlichkeitsarbeit des Vereins zuständig, und der Vorstandssprecher der Volksbank Odenwald, Rainer Eckert bei der Scheckübergabe auf der Empore vor der alten Orgel.

Groß-Zimmern - (ves) „Eine neue Orgel ist wie ein Anzug – sie muss zur Kirche passen“, erklärt Dr. Manfred Göbel, 1. Vorsitzender des Orgelfördervereins St. Bartholomäus.

Die neue Orgel sollte nicht nur in das finanzielle Budget passen, auch von der Akustik her soll sie die Kirche schmücken und ausfüllen. Anders als die vorhandene, in die Jahre gekommene Orgel, die aufgrund von extremer Materialermüdung unterdessen Ausfallerscheinungen zeigt.

„Unsere Kirche wurde 1904 gebaut und der Einbau der Orgel erfolgte vier Jahre später“, sagt Göbel.

Im Laufe der Jahre mussten verschiedene Teile erneuert und saniert werden und es wurde ein Sammelsurium von alten Orgelteilen eingebaut. Vor rund 30 Jahre erfolgte eine große Erneuerung ohne die Unterstützung eines Sachverständigen. „Das erneuerte Material zeigt mehr Schwachstellen als das originale von 1908“, berichtet Chorleiterin Barbara Wörtche.

Zudem wurde die Orgel ungünstig in einer Ecke der Empore postiert, was zwar Platz für den Chor schafft, dem Klangerlebnis allerdings nicht förderlich ist.

Die Anschaffung einer neuer Orgel soll nun in Zusammenarbeit mit einem Sachverständigen des Bistums erfolgen.

So wird vorab geprüft, ob Elemente der alten Orgel in eine „neue gebrauchte“ übernommen werden können. „Der Orgel wurde eine Lebensdauer von rund zehn Jahren prognostiziert“, erklärt Göbel. „Jeder Tag mehr ist ein Gewinn für uns, denn wir wissen nicht, wie lange sie wirklich hält“.

Der Orgelförderverein hatte sich bereits auf dem Gebrauchtwarenmarkt umgesehen und auch zwei gebrauchte Orgeln, die durch Kirchenschließungen zum Verkauf standen, angesehen. Hier passten allerdings die Grundvoraussetzungen nicht, so dass man sich weiter umsehen muss.

Einen ersten Schritt kommt man der neuen Orgel mit der Spende näher, die der Vorstand der Volksbank Odenwald dem Orgelförderverein am Dienstagvormittag überreichte.

Vorstandssprecher Rainer Eckert und Vorstandsassistent Christian Breunig hatten einen Scheck über 1 000 Euro mitgebracht, den sie den Mitgliedern des Orgelfördervereins überreichten.

Die Spendenübergabe ist gleichsam der Startschuss für einen Aufruf des Orgelfördervereins an die Firmen und Gewerbetreibenden vor Ort, die Arbeit des Vereins zu unterstützen.

Zusätzlich zu den Spenden ist der Verein selber aktiv und bietet am Kürbismarkt, der am 11. Oktober stattfindet, einen Stand mit hausgemachten Leckereien an. Neben Kürbissuppe und Zwiebelkuchen gibt es verschiedene Sorten selbstgemachte Marmelade sowie französischen Wein.

Im November findet eine Weinprobe im Pfarrheim statt und im Dezember steht ein Benefizkonzert von Paul Wucherpfennig im Pfarrheim auf dem Programm.

„Alle Spenden für die Orgel laufen zusätzlich zu den anderen Spenden der Pfarrei“, betont Göbel. „Es werden keine Spenden rüber gezogen, sondern jede erfüllt ihren vorgesehen Zweck“.

Als kleiner Dank an die Spender überreicht Göbel den Vorstandsvorsitzenden der Volksbank eine Mini-Drehorgel. „Diese spielt die Nationalhymne von Groß-Zimmern“, lächelt er.

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