Spatenstich für neue Kita am Festplatz

Sandberge für sieben Zwerge

Bauarbeiten gehen gut voran. Ende 2013 soll Neubau bezogen werden.

Groß-Zimmern - Es ist laut auf dem Festplatz, der Boden vibriert. Langsam bewegt sich die Rüttelplatte über den Boden, ein kleines Spezialfahrzeug mit ebenerdigem Stahlvorbau. Sie glättet das Erdreich in festgestampfte Bahnen. Von Gudrun Fritsch

Vom nahegelegenen Kindergarten Wichernweg kommt von Erzieherinnen geleitet eine Gruppe Kinder heranspaziert.

Am Dienstagabend haben die Gemeindevertreter im Rathaus den Haushalt 2013 verabschiedet (Bericht folgt) und damit auch für den Bau der lange geplanten, sechsgruppigen Kindertagesstätte auf dem Festplatz grünes Licht gegeben. Voraussichtlich in einem Jahr soll die Kita in Betrieb genommen werden, insbesondere der großen Nachfrage an Betreuungsplätzen für unter Dreijährige (U3) in der Gemeinde würde damit zumindest teilweise Rechnung getragen.

An der Baustelle neben zwei aufgeschütteten Erdhaufen, in dem sechs große Spaten stecken, erwarten Bürgermeister Achim Grimm, Mitglieder des Gemeindevorstandes, der politischen Gremien, der Projektwerkstatt, Architekten, Planer und Betreiber die Kleinen sowie weitere Gäste.

Gut organisiert wie die sieben Zwerge ziehen die Kinder ihre mitgebrachten kleinen Spaten aus dem Sack und beginnen sofort voller Begeisterung zu schippen. Sie vertreten die sieben vorhandenen Kindergärten stehen als eine Art Paten für den Achten.

Zwar wird auf dem Festplatz zwischen Schulen und Jugendzentrum schon seit geraumer Zeit gearbeitet, aber für den offiziellen Spatenstich wollte man lieber die Verabschiedung des Haushaltes abwarten.

„Es war eine gute und richtige Entscheidung“, sagt Grimm und dankt allen Beteiligten für ihren Einsatz. Viele Diskussionen habe es gegeben, engagiert sei um die Sache gestritten worden. „Aber das ist normal“, so Grimm.

Auch die Vorsitzende der Gemeindevertretung, Katharina Geibel, ist zufrieden. Sie spricht von einem „zukunftsweisenden Tag“, meint jedoch kritisch: „Wir haben etwas zu lange gebraucht. Dann war die finanzielle Lage schlecht.“ Glücklich sind alle auch darüber, dass bereits ein Leiter - und sogar ein Mann - für den Kindergarten gefunden wurde.

Tobias Laudenbacher (38), Erzieher und Sozialfachwirt mit Leitungs-Zusatzausbildung sei hochqualifiziert, meint Markus Hennemann von der AWO. Nach dem Schippen zieht die Gesellschaft ins benachbarte Jugendzentrum, wo es Kaffee und Kuchen, aber auch Zeit und Raum für Gespräche gibt.

Die Bauarbeiten sollen je nach Wetterlage nach den Ferien zügig weiter gehen. Die Straßenarbeiten (aktuell wird die Entwässerung erstellt) werden Ende der Woche beendet. Weil demnächst die Strom- und Wasserleitungen verlegt werden, wird die Angelgartenstraße noch nicht asphaltiert.

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