Kurzfristig Toilettencontainer aufgestellt

Bald ist in der Kita am Wichernweg wieder alles trocken

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Erstaunt betraten die Kinder den Toilettencontainer.

Groß-Zimmern - Nicht ganz trocken sind in der Regel die Kleinsten im Kindergarten. Doch im Wichernweg wurde im Dezember auch am Bau Feuchtigkeit festgestellt. Es gab Undichtigkeiten im Abwasser und an manchen Stellen muffigen Geruch.

Zügig wurde die Sanierung mit einem Gutachter abgestimmt. „Die Kontamination betrifft den Toilettenbereich sowie den Türbereich im Flur. Die Baumaßnahme dauert rund drei bis vier Monate“, teilte Bürgermeister Achim Grimm mit. Zum Glück werden die rund 50.000 Euro Gesamtkosten von der Gebäudeversicherung getragen. Kurzfristig wurde ein Toilettencontainer aufgestellt. Am Freitag wurden die Sanitärobjekte demontiert und am Wochenende folgten Abbrucharbeiten. Jetzt muss der Bereich erst einmal trocknen.

Spiegel und Waschbecken wurden bestaunt und getestet.

Im Container sind drei Toiletten für Kinder, eine für Erwachsene sowie ein Materialraum. Neben dem nun geschlossenen Toilettenbereich im Erdgeschoss ist im Haus noch ein weiterer im Obergeschoss angesiedelt. Pro Kindergartengruppe gibt es zwei Toiletten sowie eine Behindertengerechte. Kitaleiterin Nicole Schild ist optimistisch. „Wir haben derzeit sowieso die Handwerker im Haus, da ist es nicht ganz so schlimm“. In den Wintermonaten sind die Mitarbeiter des Bauhofes auch mit kleineren Sanierungsarbeiten in den Gemeindekindergärten beschäftigt, ein Flur im Wichernweg erhält derzeit einen frischen Anstrich.

Auch wenn sich niemand über solche Arbeiten freut, ist Schild doch froh, dass es zügig vorangeht und sieht in der Nutzung der Außentoiletten keine großen Probleme. Das bestätigten auch die Kinder bei der ersten Besichtigung am Freitag.

Damit die Kleinen, wenn es dann mal pressiert, am Montag nicht überrascht würden, wurde gruppenweise der neue Toilettencontainer inspiziert. Diszipliniert wanderten die Kinder durch den Gang und dann nach draußen, ein paar Schritte am Außengelände vorbei und schon standen sie vor der Tür zum Toilettencontainer. Etwas erstaunt, was das wohl solle, sahen die Kleinen jedoch bald den Sinn der Übung. Wohl auch zur Überraschung der Erzieherinnen, zeigten sogar die Vierjährigen schon großes Interesse an den Sanitäranlagen, bestaunten Türen, Becken oder Schüsseln und begrüßten sich mit lustigen Grimassen im Spiegel. Normalerweise besucht man auch im Kindergarten das „stille Örtchen“ nicht als Gruppe.

Fernbedienung fürs Örtchen - Das intelligente WC kommt

Temperaturunterschiede vom Flur raus ins Freie und dann wieder in den beheizten Container schienen den Kindern überhaupt nichts auszumachen -– zumindest beim Kennenlernbesuch auf der Toilette war dies keinem Kind auch nur eine Bemerkung wert. Und am Freitag herrschten immerhin Minusgrade. Ein Problem war zunächst noch das Öffnen der Außentür, aber auch dafür wurde schnell eine Lösung gefunden. (guf)

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