"Sauberhafter Kindertag" in Groß-Zimmern

Sauberhafte Kinderwelt ohne Müll

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Umwelterziehung beginnt bereits im Kindergartenalter. Den Kleinsten macht es Spaß und zugleich lernen sie viel.

Groß-Zimmern - Im Kleinen fängt es an. Das erzieherische Wirken für ein gesundes Umweltbewusstsein. Mit rund 100 kleinen Bürgern aus Kindertagesstätten und Vorklassen nahm Astrid Geiß in dieser Woche am landesweiten „Sauberhaften Kindertag“ teil. Von Ursula Friedrich

Die Umweltinitiative des Landes Hessen empfiehlt Umwelterziehung als präventive Maßnahme gegen die Vermüllung des öffentlichen Raums. Eine Initiative, die Astrid Geiß, Koordinatorin des Projekts „Zimmern glänzt“ im Rahmen der Sozialen Stadt, längst praktiziert.

Mit ihren Projekten besucht sie Einrichtungen wie Schulen und Kitas, startet Aktionen bei Festen und anderen Anlässen. Die hessenweite Initiative war Wasser auf ihre Mühlen. Bereits an der Umweltaktion der Hessischen Landesregierung „Sauberhaftes Hessen“ beteiligte sich Geiß mit drei Dutzend Kindern der Schule im Angelgarten (wir berichteten), um „klar Schiff“ auf Schulwegen und dem Gelände der Grundschule zu machen.

Hintergrund des „Sauberhaften Kindertages“ sind über 200 Millionen Euro Ausgaben, die hessische Kommunen jährlich für die Beseitigung wilden Mülls berappen. Abfall hin, Geld her, diesmal sollten die Kinder Groß-Zimmerns nicht primär mit Picken, Handschuhen und Tüten durch die Gegend ziehen. „Müll auf sammeln soll nicht immer im Vordergrund stehen“, so die Maxime von Geiß. „Die Kinder sollen nicht immer den Dreck wegsammeln“, erklärte sie.

Die Jugend müsse nämlich gar zu gern als Sündenbock herhalten, dabei hegt Geiß einen ganz anderen Verdacht. Meist seien es die Erwachsenen, die nach der Ex- und Hoppmentalität Abfall in die Landschaft werfen.

Ein gutes Beispiel sei die Schule im Angelgarten, auf deren Schulhof sich ausgerechnet während der Ferien viel Unrat ansammelte. Und das genau dort, wo das Schulgelände an einen öffentlichen Fußweg mündet.

Doch zurück zum sauberhaften Kindertag, der diesmal als Schwerpunkt einen Theorieblock hatte. Müll trennen, dieses Thema war den meisten kleinen Teilnehmern grob bereits vertraut.

„Kinder sind echte Sortierexperten“, lobte Geiß. Mit praktischen Beispielen machte sie beim Besuch im Vorlaufkurs der Angelgartenschule außerdem deutlich, welche Gefahrenquellen Müll in der Landschaft mit sich bringt. Dass Hunde sich die Pfoten an Glasscherben aufschneiden oder kleine Igel in einem Joghurtbecher feststecken könnten, machte besonders betroffen. Mit von Partie bei der Aktion „Sauberhafter Kindertag“ waren beide konfessionellen Kitas sowie die kommunalen Einrichtungen im Wichern- und Hörnertweg.

Geiß bietet ihre Arbeit auch weiterhin kostenlos für Schulen und Kitas an. Eine Einmalfliege soll ihre Präventionsarbeit nicht sein, vielmehr soll sich nachhaltig ein Umweltbewusstsein verankern. Und hier gilt das Motto: Was Hänschen nicht lernt.

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