Schatzsuche mit GPS

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Matti gibt die Koordinaten, die im Vater Patrick Terlinden vorliest, in das kleine gelbe GPS- Gerät ein.

Groß-Zimmern - Matti ist trotz seiner jungen Jahre - er ist erst vier - schon ganz versiert im Eingeben von Koordinaten. Schließlich hat er sich schon öfter mit Papa Patrick Terlinden auf die Suche nach Schätzen begeben. Von Ulrike Bernauer

Deshalb braucht er auch keine Erläuterung des kleinen gelben Global-Positioning-System-Geräts (GPS). Aber viele der Teilnehmer an diesem Geocaching-Nachmittag gehen das erste Mal auf Koordinatenjagd und sind deshalb dankbar für die Erläuterungen von Alexander Mohr.

Geocaching

ist eine moderne Form einer Schatzsuche bzw. Schnitzeljagd. Ausgestattet mit einem GPS-Empfänger und den Koordinaten eines „Schatzes“ aus dem Internet kann man die Schätze finden, die jemand anders an ungewöhnlichen Plätzen versteckt hat. Mehr Infos zum Geocaching gibt es hier.

Der ist von der Wanderjugend des Odenwaldklubs Groß-Umstadt und unterstützt die Waldschule bei dieser ersten modernen Schatzsuche mit GPS-Geräten. Für Kinder ab acht Jahren hat die Waldschule diesen Nachmittag angeboten. Die meisten jungen Schatzsucher sind jedoch älter und haben sich mit Vater, Mutter, Geschwistern und auch mal der Oma eingefunden.

Sieben Gruppen werden zeitversetzt auf den Weg geschickt, nachdem Mohr die Geräte erklärt und auch ein bisschen was zum Geocaching erzählt hat. Alle folgen der Nadel im GPS-Gerät und haben auch absolut kein Problem, die erste Station der Schatzsuche, die Baumorgel an der Waldschule zu finden. Doch hier wird es kniffelig.

Die Koordinaten der ersten Station haben Claudia Widling und Patrick Terlinden, die die Strecke und den Schatzort ausgeknobelt haben, den Geo-Cachern verraten. Aus den Hölzern der Baumorgel müssen mit Kombinationsgeschick die nächsten Koordinaten herausgefunden werden.

Noch schwieriger wird es bei der nächsten Station, am Scheidepunkt von kleinem und großem Bäckerweg. Hier finden sich wieder alle zusammen und stehen etwas ratlos im Wald.

Jutta Rautenberg aus Klein-Zimmern schaut sich nach einem Zettel um, auf dem steht, wie es weitergeht. Ein wenig chaotisch findet sie das Ganze bis jetzt, aber ihr Jagdeifer ist geweckt. Immer größer wird die Schar der Geo-Cacher und immer größer die Kreise, die sie um die mutmaßliche Station ziehen, bis die ersehnte Information kommt.

„Die Hinweise und Schätze sind beim Geocaching in der Regel versteckt und nicht so richtig offensichtlich“,erklärt Terlinden. Mit diesem Tipp ist der Hinweiszettel in einer Baumwurzel schnell gefunden.

Von Station zu Station werden die Schatzsucher versierter und alle kommen letztendlich ans Ziel und es gelingt ihnen den Schatz zu heben. Und alle sind begeistert und es kommen gleich die Fragen nach dem nächsten Geocaching-Nachmittag. „Vielleicht im September“, sagt Wiedling, „aber bestimmt im nächsten Jahr“.

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