Scheune ist abgebrannt

Klein-Zimmern (guf) ‐ Zum dritten Mal innerhalb von zehn Tagen wurden die Feuerwehren Groß- und Klein-Zimmerns zu einem nächtlichen Einsatz nach Klein-Zimmern gerufen. In der Nacht zum Mittwoch stand gegen 4.25 Uhr in der Markstraße eine Scheune in Flammen.

Aus noch ungeklärter Ursache war das an ein Wohnhaus grenzende Gebäude in der Ortsmitte in Brand geraten. Bereits auf der Anfahrt war ein deutlicher Feuerschein zu sehen, weshalb die Einsatzleitung auch die Dieburger Kollegen alarmierte.Die Bewohner des angrenzenden Wohnhauses konnten sich in Sicherheit bringen.

Nach etwa 50 Minuten war der Brand von den 55 eingesetzten Feuerwehrkräften gelöscht. Umfangreiche Nachlösch- und Aufräumarbeiten waren erforderlich, hierzu wurde der Dachstuhl abgetragen und Glutnester mit der Wärmebildkamera lokalisiert.

Aufgrund des Meldebildes wurde ein Rettungswagen zur Einsatzstelle beordert. Zum Eigenschutz und zur Versorgung der Helfer wurde die Schnelleinsatzgruppe der Johanniter nachalarmiert. Die Polizei war mit drei Streifenwagen sowie fünf Beamten vor Ort. Bürgermeister Achim Grimm machte sich vor Ort ebenfalls ein Bild der Lage.

Eigentümer hat Feuer früh bemerkt

„Es ist ein glücklicher Umstand, dass der geschädigte Eigentümer das Feuer so früh bemerkte“, sagte Karl Kärchner, Pressesprecher der Polizei, gestern dem LA.

Der Sachschaden wird auf 50 000 Euro geschätzt. Die bereits in der vergangenen Woche eingeschaltete Kriminalpolizei (wir haben berichtet) geht von Brandstiftung aus und ermittelt in alle Richtungen. Anfang Mai brannten in der Reinheimer Straße dreißig gelbe Säcke, einige Tage danach in der Nähe der Klein-Zimmerner-Straße ein Feld- und Wiesengelände, dann ein Holzstapel im Neubaugebiet „in der Pfütze“. Diese Brände werden in die Ermittlungen der einbezogen.

Auch wenn die Ursache noch nicht gefunden ist, gehe man von Brandstiftung aus. „Wir sind sensibilisiert und mit zivilen sowie uniformierten Ordungshütern verstärkt vor Ort“, so Kärchner. Das Ordnungsamt der Gemeinde und die Polizei fordern die Bevölkerung zur Mithilfe auf.

„Wer etwas bemerkt, auch scheinbar Belangloses, besonders in der Nachtzeit, Dinge, die sonst nicht so sind, der sollte dies melden“, betont Kärchner und bittet um erhöhte Aufmerksamkeit.

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