Mit Schlitten durch den Winterwald

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Pech hatte der OWK-Nikolaus gestern Nachmittag mit seiner Kapuze, die ihm ständig ins Gesicht rutschte. Dennoch verteilte er die Geschenke ganz korrekt an die Kinder.

Groß-Zimmern (bea) ‐  Leicht und schwer hatte es der Nikolaus in diesem Jahr, als er zur Birkenruhe kam. Leicht, weil so viel Schnee lag, dass er seine vielen Päckchen auf einen Schlitten laden konnte. Nicht gut erging es ihm, weil ihm seine rote Kapuze ständig vor die Augen fiel.

Wahrscheinlich weil er so schlecht sehen konnte, fuhr er seinen Schlitten unter einem dicken Ast fest. Erst als die vielen Kinder, die an der Birkenruhe warteten, nach dem Nikolaus suchten und ihm halfen, den Schlitten zu befreien, kam er weiter.

Der Odenwaldklub hatte den Mann im roten Mantel an die Birkenruhe eingeladen und dem Herrn mit dem Rauschebart auch schon vorher verraten, welche Kinder auf ihn warten und sich auf ein Geschenk freuen.

Tief in seinen Sack musste der Nikolaus greifen, um die bunten Päckchen zu angeln. Sein himmlisches Hilfspersonal hatte die beiden Säcke auf dem Schlitten nicht richtig festgezurrt, so dass der Inhalt ein bisschen in Unordnung geraten war. Bei der rasanten Fahrt durch den Wald hatte der Nikolaus auch seine Rute verloren. „Da wird so manches Kind froh sein“, sagte einer der Erwachsenen lachen.

Erwachsene werden vertröstet

Für die hatte der Nikolaus übrigens nichts dabei, noch einen Schlitten mit Geschenken für die Großen hätte der betagte Herr gar nicht mehr ziehen können. „Mein großer Kompagnon bringt euch auch noch was“, vertröstete er die Erwachsenen.

Viele Kinder und ihre Eltern hatten, bevor sie den Nikolaus fanden, eine kleine Wanderung durch den Wald unternommen. Erika Neumann hatte die Gruppe angeführt. Über den schmalen Beckerweg, die Kümmelswiesenschneise, die lange Schneise waren viele Kinder auch schon mit Schlitten zur Birkenruhe gelaufen. Dort verschönten sie sich die Wartezeit mit Lebkuchen und Kinderpunsch, während sich die Erwachsenen die Hände an Glühwein und Kaffee wärmten. Ein Lied gab es auch noch für den Herrn: „Kling, Glöckchen, Klingelingeling…“

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