Schneller Flügelschlag

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Bücherwurm, Sozialdemokratin, und Autorin: Ira Drewitz brachte nun ihr erstes Buch heraus.

Groß-Zimmern (ula) ‐ Werke von Michael Ende, Friedrich von Schiller und J.R.R.Tolkien sind in ihrem Bücherregal ebenso zu Hause wie griechische Sagen. Ira Drewitz ist eine vielseitige Leserin. Seit rund zehn Jahren schreibt sie selbst: Krimis, Erzählungen, Lyrik, Prosa. Lange verwahrte sie ihre Gedichte, Gedanken und Geschichten in dicken Ordnern im Wohnzimmern.

Nun hat sie einen kleinen Band mit Prosa und Lyrik herausgegeben. „Ich bin ein schneller Flügelschlag“ lautet der Titel ihres ersten Buches, das im Eigenverlag mit kleiner Auflage herausgegeben wurde und in der Zimmerner Buchhandlung „Lesezeichen“ zu haben ist.

Kurze Erzählungen, Phantasiereisen und Träume finden sich hier in gebundener Form. Vom raffinierten italienischen Familienessen, das mit dem Mord am zänkischen Vater endet, bis hin zu kurzen Gedichtzeilen entführt Drewitz ihre Leser.

Bissig mit dem Bleistift

Ihre politischen und zeitkritischen Äußerungen hat Ira Drewitz dem Publikum jedoch vorenthalten. Die Wahl-Groß-Zimmernerin, die durch ihre langjähriges Engagement bei den „Bücherwürmern“, der AG 60 Plus, der SPD und durch andere Ehrenämter bekannt ist, neigt mitunter zu Bissigkeit, Ironie und Gesellschaftskritik.

Wenn Bomben Kinder töten, Terroristen Hass und Verzweiflung säen, konsumverwöhnte Mitmenschen Oberflächlichkeit und Materialismus glorifizieren, greift Drewitz zum Bleistift und bringt ihre Gedanken zu Papier.

Nächstes Projekt in Arbeit: ein Krimi

Auch für das nächste Buchprojekt hat sie bereits den Stift gespitzt: ein Groß-Zimmerner Krimi. „Der Inhalt beruht auf einer wahren Begebenheit“, verrät sie. Der mysteriöse Tod eines Mannes, der vor 35 Jahren aus Zimmern verschwand und dessen Leiche Tage später in Dieburg in der Gersprenz schwamm, inspirierte sie. Bis es zur Sache geht, stehen Recherchen an. Zeitzeugenbefragungen und natürlich darf auch das Enkelkind nicht zu kurz kommen. Die Vierjährige wird auf dem Schoß der Oma gut in die Welt der Literatur eingeführt. Lieblingslektüre: Die Geschichte vom Monster „Der Grüffelo“.

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