Bilderausstellung soll als Buch erscheinen

So schön kann Zimmern sein

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Wilhelm Classen, Anna Schulz und Katharina Classen (von links) betrachten die Aufnahmen aus ihrer Wahlheimat Groß-Zimmern.

Groß-Zimmern - Staunen herrschte bei einigen Betrachtern der Ausstellung mit Fotos in der Mehrzweckhalle. „So schön ist Zimmern?“, wunderte sich so mancher und fragte sich, an welchem Eck der Gersprenzgemeinde die Aufnahme wohl entstanden sein mochte. Von Ulrike Bernauer

Die Aktion „Zimmern glänzt“ und der Lokal-Anzeiger hatten in den letzten Monaten die Bürger gebeten Fotos einzuschicken, die auch einmal die Schönheit der Gemeinde zeigen. Am Samstag vor der Eröffnung des Weihnachtsmarktes wurde die Ausstellung in einem Nebenraum der Mehrzweckhalle eröffnet.

Astrid Geiß, die das Projekt „Zimmern glänzt“ unter ihren Fittichen hat, freute sich, dass so viele Bilder eingegangen waren, die Zimmern ins angenehme Licht rücken. Und das im wahrsten Sinne des Wortes: die Frühlingssonne leuchtete auf den Bildern, Regenbögen standen über den Kirchtürmen, die Sonne ging rotleuchtend unter. „Nachdem die ersten Aufnahmen des schönen Zimmerns im Blättchen erschienen waren, hatte die Einsendung an Fotos zugenommen“, so Geiß. Zu sehen waren am ersten Adventswochenenden neben sonnigen Ansichten auch Winterlandschaften, bei deren Anblick Anna Schulz sowie ihre Eltern Wilhelm und Katharina Classen Heimatgefühle bekamen. Fasziniert betrachten sie einen tief verschneiter Weg, umrahmt von weißen Nadelbäumen. „Wir kommen aus Sibirien, da sieht es ganz anders aus, aber der Schnee erinnert uns an die Heimat“, sagt Schulz, „wenn wir zum Spießfeld laufen, das ist genau dieser Weg.“ Der in Klein-Zimmern sesshaften jungen Frau und ihren Eltern gefallen die Bilder sehr. „Wenn man das jeden Tag sieht, dann kann man sich daran gewöhnen, aber wenn man von woanders herkommt, dann sieht man die Schönheit noch einmal mit anderen Augen.“

Zahlreiche Fotografen hatten ganz unterschiedliche Motive beigesteuert. Die üblichen Verdächtigen, also zwei Mitglieder des örtlichen Naturschutzbundes (NABU) haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Natur nicht nur zu beobachten, sondern auch auf Fotopapier zu bannen. So überrascht es nicht, dass zahlreiche Fotos von Hans Jürgen Badior und Dr. Lothar Jacob unter den Aufnahmen waren. Andere Bildurheber hätte mancher nicht unter den Fotografen vermutet. So kamen Aufnahmen unter anderem von Ira Drewitz, die den heimischen Garten zum Fotoobjekt gemacht hatte.

Neben vielen Schneeaufnahmen gab es aber auch Fotos von blühenden Wiesen, bei den Gebäuden waren die Ober- und die Untermühle häufiges Motiv, und Roland Zagler hatte im Herbst einen Drachen abgelichtet.

„Groß-Zimmern ist, wie man hier ganz deutlich sehen kann, lebens- und liebenswert“, stellte Geiß als Resümee der Ausstellung fest und Bürgermeister Achim Grimm freute sich über diesen einmal ganz anderen Blickwinkel auf seine Heimatgemeinde. Grimm hatte doppelten Anlass zur Freunde, bekam er doch von Geiß ein Fotobuch mit den Aufnahmen der Ausstellung geschenkt.

Angeregt durch viele Fragen nach ebensolch einem Buch, wird nun überlegt, diese gebundene Bildersammlung eventuell zu drucken und in den Verkauf zu geben.

Am Wochenende hatten die zahlreichen Besucher der Ausstellung aber erst einmal die Gelegenheit, sich an den Fotos satt zu sehen.

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