Grundschüler lernen, wie sich Abfall vermeiden lässt

„Sowas hat mein Opa auch“

+
Eine Zahnbürste muss man nicht ganz entsorgen. Das fanden die Erstklässler lustig.

Groß-Zimmern - Die europaweite Woche der Abfallvermeidung nutzte Astrid Geiß, Initiatorin von „Zimmern glänzt“, um Grundschülern etwas beizubringen. In der Geißberg- und der Angelgartenschule testete sie die Vorkenntnisse von Erstklässlern.

Die wussten bereits viel übers Mülltrennen und Entsorgen. „Aber warum erst so viel Müll produzieren?“, fragte Geiß und brachte die Kinder so auf die richtige Spur.

Bei einem unterhaltsamen Spiel durften sie aus einer großen Tasche Verpackungen und Gegenstände fischen, die sie je nach Nutzen auf einen roten, einen grünen Kreis oder in die Mitte legten. Dass Spielzeugautos oder Werbebroschüren nicht in Plastikfolie gehüllt werden müssen, war den Sechsjährigen klar. Die Frage, ob man lieber Einweg- oder Mehrwegflaschen kaufen sollte, ließ sich nicht so einfach beantworten. Fest stand für alle jedoch, dass eigene Trinkflaschen und Leitungswasser am besten sind.

Seife kennen die meisten Kinder nur noch in flüssiger Form, aber immerhin wussten sie, dass man den Seifenspender nicht jedes Mal neu kaufen, sondern besser zu Nachfüllpackungen greifen sollte. Viel Spaß bereitete den Kleinen die Zahnbürste, die ein Junge aus der Tasche zog. „Zähneputzen ist wichtig!“, betonte Geiß. Aber beim Wechsel der Bürste reiche es, den Kopf auszutauschen, wie es bei einigen Produkten möglich ist. Die gut greifbare, zusammengefaltete Einkaufstasche, die man immer dabei haben sollte, erkannten nicht alle Kinder auf Anhieb. Erstaunt waren sie auch, als Geiß ein kleines Stofftuch aus der Tasche zog, mit dem man sich die Nase putzen kann. „Sowas hat mein Opa auch!“, kommentierte eine Schülerin. Aber auf Papiertaschentücher wolle sie doch lieber nicht verzichten.

guf

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare