Schule feiert 15-Jähriges

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Rund ein Dutzend sonnensprossiger Pippis tanzte zum Auftakt.

Groß-Zimmern - Gelb wie die Sonnenblume. Blau wie das Wasser. Und kunterbunt wie die Schülerschaft der Schule im Angelgarten wurde zum Ausklang der Projektwoche gefeiert. Von Ursula Friedrich

Am Freitag Nachmittag, dem Präsentationstag der Schule im Angelgarten (SiA), wurde für Angehörige und übrige Besucher in der Grundschule eine Rakete gezündet. Angetrieben vom Eifer vieler kleiner Menschen, dem Durchhaltevermögen des Kollegiums und der Einsatzbereitschaft von Eltern.

Tänze, Ausstellungen, Mitmachaktionen, Theater und ein vielfältiges kulinarisches Angebot wurden in rasanter Programmabfolge geboten.

Die „tolle Knolle“

Wunschgemäß wurde den Feiernden Bilderbuchwetter beschert, ja, die sommerlichen Temperaturen sorgten unter der Plane des Aktionszelts sogar für beachtliche Saunatemperaturen. 165 junge Menschen, 13 Projekte, fünf Schultage – das waren die Rahmenbedingungen der Aktionswoche, die anlässlich des 15. Geburtstages der Angelgartenschule unter dem Motto „Blau & Gelb“ veranstaltet wurde.

Vitaminbombe gefällig? Die Küchencrew servierte Kinderbowle mit Früchtchen.  

Klassen- und jahrgangsübergreifend lernten die Kinder in Projektgruppen vieles über die „tolle Knolle“. Handarbeiten, Buchgestaltung, Tanz und Batik, Kunst, Theater und Literatur. Ein Mix aus Sachunterricht, Sport, Kreativität und dem Unterrichtsfach Deutsch boten für jeden Geschmack etwas. Zu guter Letzt stürmten die Kinder Bühne und Klässensäale, um die Ergebnisse ihrer Projekte vor großem Publikum zu präsentieren.

Dies begeisterte nicht nur Eltern und Geschwister, sondern auch Schüler und Lehrer anderer Schulen sowie eine Delegation Bewohner des Seniorenzentrums Gesprenz, die trotz ihres Schicksals im Rollstuhl den Besuch des bunten Nachmittags nicht scheuten.

„Eine tolle Woche“, zog Schulleiterin Martina Goßmann Bilanz: „Die Kinder haben zum Teil geschafft wie die Helden.“ Es sei schön, sagte die Pädagogin entspannt, „Kinder auch einmal an anderer Stelle abzuholen als es die Lehrpläne vorschreiben“

Eifer und Ehrgeiz

Mit wieviel Eifer und Ehrgeiz alternativer Unterricht angenommen wurde, davon konnten sich Besucher live überzeugen. „Probier mal unsere Bowle, schmeckt echt lecker!“, warb die junge Büfettcrew (die Koch-AG gehörte zu den Bestsellern im Angebot). „Wusstest du, dass eine Sonnenblume 8,23 Meter groß werden kann und bis zu 2000 Kerne hat?“, fragte Michelle aus der AG rund um die Riesenblume. „Wir waren auch beim Imker und haben eine Bienenkönigin auf ihrem Hochzeitsflug gesehen!“, schwärmte Freundin Felicitas. Im benachbarten Handarbeitsklassenraum hatten nicht etwa nur Mädchen zu Häkelnadeln und Wolle gegriffen. Drei junge Herren filzten, häkelten und designten begeistert mit.

Die japanischen Topseller „Boshi“- eine Häkelmütze – wurden auf dem Laufsteg präsentiert.

Die gastronomische Vielfalt auf dem Schulhof wurde durch ein internationales Büfett des Elterncafés bereichert.

Ehrenamtliche Helfer, engagierte Eltern, aber auch Aktive des Nabu, des Imkervereins, die Ortshausmeister und engagierte Bürger, wie Jürgen Federlin (siehe Seite 3) waren Garanten für das Gelingen der Projektwoche.

Die sei durch die Lehrer allein nicht zu stemmen, sagte Goßmann. „Die Pflicht klappt, aber im Kürprogramm an unserer Schule müssen die Eltern unbedingt mit ins Boot.“

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